bedeckt München

Vierschanzentournee in Innsbruck:Windböe trägt Koivuranta zum Sieg

Finland's Koivuranta celebrates after winning the third jumping of the four-hills tournament in Innsbruck

Holt sich in Innsbruck den ersten Weltcupsieg seiner Karriere als Skispringer: Anssi Koivuranta

(Foto: REUTERS)

Neun Springer vor dem Ende entscheidet die Jury, nur den ersten Durchgang zu werten: Großer Profiteur ist Anssi Koivuranta, der bei der Vierschanzentournee in Innsbruck das erste Weltcupspringen seiner Karriere gewinnt. Die Deutschen verfehlen bei der Windlotterie eine Platzierung unter den besten Zehn.

Am Ende des chaotischen Bergiselspringens in Innsbruck gab es jede Menge Gesprächsstoff. Während der Finne Anssi Koivuranta in der Windlotterie als Überraschungssieger den Hauptgewinn zog, haderten die deutschen Skispringer beim nach dem ersten Durchgang abgebrochenen dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee mit ihren Leistungen.

Bester DSV-Adler des von schwierigen Windverhältnissen geprägten Wettkampfs war Richard Freitag mit 117,3 Punkten auf Rang elf. Marinus Kraus (Oberaudorf/114,6) sicherte sich Rang 13, der vor der Tournee als Mitfavorit gehandelte Severin Freund (Rastbüchl/113,3) musste sich mit Rang 15 zufrieden geben. Andreas Wellinger (Ruhpolding) schaffte es im ausverkauften Stadion vor 22.150 Zuschauern über den Dächern Innsbrucks auf Rang 18.

"Bei uns ist immer noch Sand im Getriebe. Wir haben versucht, uns ranzukämpfen, aber das ist uns nicht ganz gelungen", sagte Bundestrainer Werner Schuster: "Wir haben keinen vorne reingebracht, jetzt wollen wir unsere Chance zum Abschluss in Bischofshofen nutzen."

Freund versuchte nach dem Wettbewerb, der wegen starker Böen mehrfach unterbrochen werden musste, trotzdem das Positive zu sehen: "Der zweite Sprung gibt mir Selbstvertrauen." Und Freitag bekannte: "Das waren extreme Unterschiede beim Wind, aber ein faires Springen wird es bei natürlicher Luft nie geben." Am Ende konnte überraschend Koivuranta über seinen ersten Tournee-Tagessieg jubeln. Dem 25-Jährigen (127,5 Punkte) reichte sein Flug auf 132,5 Meter, direkt dahinter landete Oberstdorf-Sieger Simon Ammann aus der Schweiz (126,3) vor dem Polen Kamil Stoch (126,2). Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs wurde das Springen abgebrochen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema