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Umstrittener Funkspruch:"Timo, schieb ihn raus"

DTM-Rennen in Spielberg

Neben der Piste: Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein.

(Foto: dpa)
  • Timo Scheider führt beim DTM-Rennen in Spielberg/Österreich eine Kollision mit zwei Mercedes-Fahrern herbei.
  • Vor dem Rempler kommt eine verhängnisvolle Ansage über den Teamfunk.
  • Für die Attacke wird der Audi-Pilot aus der Wertung genommen.

Das ist beim DTM-Rennen passiert

Nach seinem Rempler gegen zwei Mercedes-Fahrer ist Audis DTM-Pilot Timo Scheider von der Wertung des zehnten Saisonrennens in Spielberg ausgeschlossen worden. Den vorausgegangenen Funkspruch von der Audi-Box ("Timo, schieb ihn raus") bewerteten die Kommissare bei ihrer Entscheidung nicht.

Hierzu eröffneten sie ein gesondertes Verfahren am Sportgericht des Deutschen Motor Sportbundes. Diese Entscheidung gab der DMSB am Sonntagabend bekannt.

Nach Auswertung der Fahrzeugdaten und Videobilder müsse "davon ausgegangen werden, dass die Kollision absichtlich herbeigeführt wurde", hieß es in einer DMSB-Erklärung. Der 36 Jahre alte zweifache DTM-Champion Scheider hatte in der letzten Runde das Rennen der Mercedes-Piloten Robert Wickens und Pascal Wehrlein beendet.

Audi-Motorsportchef entschuldigt sich

Wehrlein war als Führender der Gesamtwertung gestartet und hatte sich in den Sekunden vor dem Rempler mit Wickens und Scheider einen Dreikampf um Platz sechs geliefert. Diese Platzierung hätte dem 20-Jährigem zur Verteidigung seines Spitzenplatzes gereicht.

Neuer Erster in der DTM-Meisterschaft ist nun Scheiders Markenkollege Mattias Ekström, der am Sonntag einen Start-Ziel-Sieg verbuchte. "Natürlich kann ich die Aufregung bei den Motorsport-Fans verstehen. Es kam im TV wirklich so rüber, als hätten wir Timo (Scheider) die Anweisung gegeben, einen Konkurrenten von der Strecke zu schieben. Doch das war definitiv nicht der Fall. Dass ich in der ersten Emotion am Kommandostand gerufen habe: 'Timo, schieb ihn raus', tut mir leid", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich.

Scheiders Team verzichtete nach der Entscheidung der Sportkommissare auf eine Berufung

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