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Turnen:Seitz gewinnt WM-Bronze am Stufenbarren

Turnen: Weltmeisterschaft

Freude über die erste WM-Medialle: Elisabeth Seitz weint vor Glück.

(Foto: dpa)

Die deutsche Turnerin holt ihre erste WM-Medaille. Ein Gericht verurteilt den Ex-Wolfsburger Nicklas Bendtner zu einer 50-tägigen Haftstrafe. Kevin De Bruyne fehlt Manchester City mehrere Wochen.

Turnen, Weltmeisterschaft: Die deutsche Meisterin Elisabeth Seitz hat am Freitag in Doha ihre erste Medaille bei Turn-Weltmeisterschaften erkämpft. Die 24 Jahre alte Stuttgarterin gewann im Aspire Dome der katarischen Hauptstadt mit 14,600 Punkten die Bronzemedaille am Stufenbarren. Erstmals in der 115 Jahre langen Geschichte der Turn-WM ging der Titel an Belgien. Europameisterin Nina Derwael setzte sich mit 15,20 Punkten vor der neuen Rekordweltmeisterin Simone Biles durch (14,70).

Die US-Amerikanerin hatte zuvor den insgesamt 13. WM-Titel ihrer Karriere gewonnen und war damit zur erfolgreichsten Sportlerin der Turn-Historie aufgestiegen. Nachdem sie in Doha zuvor schon die Goldmedaillen im US-Team und im Mehrkampf verbucht hatte, holte sie den mit 15,366 Zählen auch erstmals Sprung-Gold. Mit ihrem Allroundsieg hatte die 21 Jahre alte Texanerin schon tags zuvor zum Weißrussen Witali Scherbo aufgeschlossen, der zwischen 1991 und 1996 insgesamt zwölf WM-Titel erkämpft hatte.

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Fußball, Gerichtsurteil: Der ehemalige Wolfsburger Profi Nicklas Bendtner ist am Freitag zu einer 50-tägigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht in Kopenhagen sah es als erwiesen an, dass der 30 Jahre alte Däne einen Taxifahrer während eines Streits am 9. September so hart schlug und trat, dass dieser unter anderem einen Kieferbruch erlitt. Die Schwere der Verletzung sei auch ein Grund, warum die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde, teilte das Gericht mit. Bendtners Anwalt erklärte, sein Mandant wolle das Urteil anfechten. Nicklas Bendtner war von 2014 bis 2016 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. Sein aktueller Klub Rosenborg Trondheim aus Norwegen distanzierte sich am Freitag von den Vorfällen. Personelle Konsequenzen soll es aber keine geben.

Fußball, Manchester City: Der englische Fußballmeister Manchester City muss erneut lange auf den belgischen Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne (27) verzichten. Der frühere Bundesligaspieler, gerade erst vollständig von einem Außenbandriss im rechten Knie genesen, verletzte sich im Ligapokal gegen den FC Fulham (2:0) am linken Knie. Nach Klubangaben erlitt De Bruyne wieder eine Bänderverletzung und wird fünf bis sechs Wochen fehlen. Eine Operation ist nicht nötig. De Bruyne stand gegen Fulham erst zum zweiten Mal in dieser Saison in Manchesters Startelf, musste aber nach 86 Minuten ausgewechselt werden. Teammanager Pep Guardiola sah bis dato endlich wieder "den Kevin, den wir alle kennen. Er war an der Offensive und Defensive beteiligt", sagte Guardiola am Donnerstagabend.

DFB-Pokal: Nach den Ausschreitungen vor und während des DFB-Pokalspiels von Hansa Rostock gegen den 1. FC Nürnberg ermittelt die Polizei gegen 312 Nürnberg-Anhänger. Allen werde schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Polizei Rostock am Freitag. Die Gruppe war am Mittwoch Stunden vor dem Fußballspiel auf dem Weg zu einem Treffpunkt der Rostocker Fanszene auf eine Gruppe Hansa-Fans getroffen. Die gleichzeitig eintreffende Polizei hatte versucht, beide Fangruppen zu trennen. Anschließend hatte sie über 300 Nürnberger festgesetzt. Zwei Nürnberger Fans seien zudem Opfer von Straftaten geworden. Die Polizei ermittele wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes. Außerdem hatten Unbekannte die Heckscheibe des Mannschaftsbusses eingeschlagen. Wegen zahlreicher Straftaten werde auch gegen Hansa-Fans ermittelt, unter anderem wegen des Angriffs auf Stadionordner, Polizisten und des Abbrennens von Pyrotechnik. Gegen wie viele Rostocker ermittelt werde, blieb aber noch unklar.

Matthias Sammer, Prozess: Im Prozess gegen den früheren Sportvorstand des FC Bayern München, Matthias Sammer, ist es zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen. Wie eine Sprecherin des Landgerichts München I am Freitag mitteilte, haben sich beide Partien verglichen. Damit ist auch ein für diesen Montag angesetzter Termin zur Zeugenvernehmung hinfällig. Zum Inhalt des Vergleichs konnte die Sprecherin allerdings keine Angaben machen. Im Prozess gegen Matthias Sammer wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis ging es um einen Streitwert von 64 750 Euro. Der Kläger Alderim Ramaj hatte im November 2015 gemeinsam mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH gegründet, über die beide Spieler vermitteln wollten. Viel Erfolg hatten sie nach Einschätzung des Richters damit aber nicht.

Ramaj verkaufte später seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer. Nur kurz nach der Abwicklung wurde aber der Transfer von Felix Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg bekannt. Im Sommer 2017 schloss sich der Verteidiger für kolportierte eine Million Euro Ablöse den Niedersachsen an. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, behauptete Ramaj, der gegen den Abtretungsvertrag vorgegangen war.

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