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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Ohne Ball ins Tor

Benjamin Lauth kann nach Toren nicht mit Ex-Löwe Bernhard Winkler gleichziehen, Daniel Halfar belebt das Spiel und verpasst die Entscheidung, und den Ausgleich kann auch die ansonsten starke Verteidigung der Münchner nicht verhindern. Der TSV 1860 München beim 1:1 gegen Energie Cottbus in der Einzelkritik.

Aus dem Stadion von Johannes Mitterer

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Gabor Kiraly

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Quelle: imago sportfotodienst

Benjamin Lauth kann nach Toren nicht mit Ex-Löwe Bernhard Winkler gleichziehen, Daniel Halfar belebt das Spiel und verpasst die Entscheidung, und den Ausgleich kann auch die ansonsten starke Verteidigung der Münchner nicht verhindern. Der TSV 1860 München beim 1:1 gegen Energie Cottbus in der Einzelkritik.

Aus dem Stadion von Johannes Mitterer.

Gabor Kiraly: Der 37-jährige Ungar ist wohl einer der Wenigen, dessen Weggang der Investor Hasan Ismaik noch nicht gefordert hat. Und das zu Recht, liegt es nämlich sicher nicht an ihm, dass die Löwen den entscheidenden Schritt nach vorne einfach nicht hinbekommen. Lieferte gegen Cottbus wieder eine saubere Leistung ab. Hatte aber nicht viel zu tun, außer seine Viererkette verbal auf Linie zu halten. Tauchte in der 31. Minute plötzlich an der Mittellinie auf, um Vordermann Volz Ratschläge zu geben. Beim Gegentor machtlos.

(Archivbild)

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Moritz Volz:

1860 Muenchen v SC Paderborn - 2. Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

Moritz Volz: Hatte von allen Löwen-Verteidigern am meisten zu tun. Begann etwas wackelig, wurde mit zunehmendem Spielverlauf aber sicherer. Grätschte in der 18. Minute Cottbus-Stürmer Boubacar Sanogo um, der nach der Pause in der Kabine blieb. Spielte auf seiner Seite abwechselnd mit Stoppelkamp, Tomasov oder beiden gleichzeitig zusammen, seine Offensiv-Bemühungen blieben weitgehend wirkungslos.

(Archivbild)

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Guillermo Vallori

TSV 1860 München - Energie Cottbus

Quelle: dpa

Guillermo Vallori: Ist bei den Löwen-Fans dank seiner beherzten und kompromisslosen Spielweise besonders beliebt. Avancierte sogleich zur Stütze der starken Löwen-Verteidigung, indem er mit Übersicht und Ballkontrolle die wenigen Gegenstöße der Cottbusser abblockte. Ging bei Ecken und Freistößen in den gegnerischen Strafraum und stand sogar einmal im Abseits. Den Gegentreffer konnte aber auch er nicht verhindern.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Kai Bülow

1860 Kai Bülow

Quelle: imago sportfotodienst

Kai Bülow: Ist mittlerweile der eingespielte Partner Valloris in der Löwen-Innenverteidigung. Arbeitete ähnlich souverän wie sein Nebenmann, entwickelte aber deutlich weniger Vorwärtsdrang. Als der Cottbusser Bittroff dann plötzlich durch war, gelang auch ihm kein entscheidendes Eingreifen.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Malik Fathi

SV Sandhausen - 1860 München

Quelle: dpa

Malik Fathi (re.): Lange Zeit ohne Beschäftigung auf seiner linken Abwehrseite. Schaltete sich deshalb besonders in der ersten Hälfte immer wieder mit in den Angriff ein, schoss in der 24. Minute sogar aufs Tor. War dann aber auch beim Ausgleichstreffer durch die Cottbusser entscheidend beteiligt, weil er lieber eine vermeintliche Abseitsstellung monierte, anstatt zu verteidigen. Wirkte nach dem Gegentreffer unsicher.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Dominik Stahl

FC Erzgebirge Aue - TSV 1860 München 0:1

Quelle: dpa

Dominik Stahl: Begann mit Bierofka im defensiven Mittelfeld, beendete das Spiel im Gegensatz zu seinem Kollegen auch. Abgesehen von einem verloren Zweikampf in der achten Minute, der die erste Torchance der Gäste ermöglichte, ein sicherer Auftritt des 24-Jährigen.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Daniel Bierofka

FC Energie Cottbus - TSV 1860 München 1:0

Quelle: dpa

Daniel Bierofka: Das war ein kurzer Arbeitstag für den 34-Jährigen. Begann engagiert im defensiven Mittelfeld, zeigte aber große Probleme im Spielaufbau. Alle Bälle, die er erkämpfte, gingen ziemlich schnell wieder verloren. Den immer wieder auf der Außenbahn startenden Fathi übersah er gleich mehrere Male, und wenn er ihn doch bemerkte, kamen seine Pässe nicht an.  Das erkannte auch Trainer Schmidt, der Bierofka schon in der 33. Minute erlöste. Für ihn kam Wannenwetsch.

(Archivbild)

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Moritz Stoppelkamp

TSV 1860 München - Energie Cottbus

Quelle: dpa

Moritz Stoppelkamp: Begann rechts, war dann links, dann wieder rechts - versuchte es überall, nur um überall an den Gegnern zu scheitern. Probierte es dann mit Übersteigern, spielte sich aber eher selbst aus und vergaß den Ball. Sorgte mit seiner hervorragenden Flanke in der 43. Minute für die beste Gelegenheit der Löwen, wenngleich beide Stürmer verpassten. In Hälfte zwei besser.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Marin Tomasov:

TSV 1860 München - Hertha BSC Berlin

Quelle: dpa

Marin Tomasov: Begann links, war dann rechts, und dann wieder links. Verlor aber weniger Bälle als Stoppelkamp. Durchbrach gleich in der vierten Minute als erster die Cottbusser Abwehr, nur um dort an Torwart Thorsten Kirschbaum abzuprallen. Seine Freistöße aus dem Halbfeld kamen scharf in den Strafraum, blieben aber ohne Abnehmer. Lief fiel, weshalb ihn Trainer Schmidt in der 53. Minuten in den Feierabend entließ, Halfar kam für ihn aufs Feld.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Rob Friend

TSV 1860 München - Energie Cottbus

Quelle: dpa

Rob Friend: Weil sich Sturmpartner Lauth weit nach hinten fallen ließ, war der Kanadier lange Zeit Alleinunterhalter im Löwen-Angriff. Tat sich aber zunehmend schwer gegen die aggressive Hintermannschaft der Gäste. Ließ sich von einigen verpassten Gelegenheiten nicht aus der Ruhe bringen und behielt beim Führungstreffer die Übersicht, als er Halfar bediente. In der 67. Minute durch Kamara ersetzt.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Benjamin Lauth

TSV 1860 München - Energie Cottbus

Quelle: dpa

Benjamin Lauth: Hätte mit einem Tor mit dem besten Löwentorjäger Bernhard Winkler gleichziehen können. Hätte mit zwei Treffern den 79-Tore-Rekord sogar brechen und erfolgreichster 1860-Stürmer aller Zeiten werden können. War in der 43. Minute dann plötzlich im Cottbusser Tornetz - nur ohne Ball. Traf auch später nicht, verstolperte dafür öfters den Ball. Machte aber beim 1:0 alles richtig, indem er den Ball schnell wieder weiterspielte. Insgesamt hätte mehr kommen müssen vom Kapitän.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Stefan Wannenwetsch

TSV 1860 München - Energie Cottbus

Quelle: dpa

Stefan Wannenwetsch: Der 21-Jährige kam noch in der ersten Hälfte einigermaßen überraschend im defensiven Mittelfeld zum Einsatz, weil Bierofka einen schwarzen Tag erlebte. Agierte alles in allem sicherer als sein Vorgänger. Wollte alles richtig machen und arbeitete viel nach hinten, nach vorne fehlte ihm der Mut.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Daniel Halfar

TSV 1860 München - Energie Cottbus

Quelle: dpa

Daniel Halfar: Ein Glücksfall, diese Einwechslung. Der quirlige Halfar belebte die Löwen-Offensive sichtlich. Machte mit seinem zweiten Ballkontakt das Tor, nachdem er freistehend im Strafraum von Friend angespielt worden war. Machte genau so weiter, ließ aber in der 62. Minute eine gute Gelegenheit zur 2:0-Führung liegen. Bewarb sich dennoch bis zum Abpfiff um einen Platz in der Startelf.

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TSV 1860 München in der Einzelkritik:Ola Kamara

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Quelle: Claus Schunk 01716039668

Ola Kamara: Kaum war Friend weg, ging Lauth ins Sturmzentrum und Kamara wurde der neue Lauth. Blieb gleichermaßen unauffällig und ohne offensive Durchschlagskraft. Auch er traf nicht zum ersehnten ersten Heimsieg des Jahres.

(Archivbild)

© Süddeutsche.de/mane

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