Transfers Rakitic zu Barça, Rani Khedira zu RB Leipzig

Bald in Barcelona: Der Kroate Ivan Rakitic.

(Foto: AFP)

Der frühere Schalker ist dem FC Barcelona eine stattliche Summe wert. Der jüngere Bruder von Sami Khedira spielt demnächst in der 2. Bundesliga. 1860 München holt den nächsten Spieler aus Barcelona. Ein Italiener wird neuer Trainer der Bamberger Basketballer.

Fußball, Spanien: Der kroatische Nationalspieler und frühere Schalker Ivan Rakitic wechselt wie erwartet zum FC Barcelona. Der 26-Jährige von Europa-League-Sieger FC Sevilla wird damit Teamkollege des viermaligen Weltfußballers Lionel Messi. Rakitic erhält bei Barca einen Vertrag bis 2019. Das gaben die Katalanen am Montag bekannt. Spanischen Medienberichten zufolge kostet Rakitic 18 Millionen Euro Ablöse. In den Transfer eingerechnet wurde Barcas Nachwuchsspieler Denis Suárez (20), der für zwei Jahre nach Sevilla wechselt.

Rakitic, eine tragende Säule in der kroatischen WM-Mannschaft, spielte von 2007 bis 2011 für Schalke 97-mal in der Bundesliga (zwölf Tore), ehe er sich Sevilla anschloss. Barcelona setzt mit dem Transfer seinen Erneuerungskurs fort. In Luis Enrique hat Barca ab der kommenden Saison einen neuen Trainer, der ehemalige Gladbacher Marc-André ter Stegen soll den langjährigen Stammtorhüter Victor Valdés ersetzen. Neben Valdés verlassen der langjährige Kapitän Carles Puyol (Karriereende), Cesc Fàbregas (FC Chelsea) und Ersatztorwart José Pinto den Klub.

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Fußball, Transfer: Aufsteiger RasenBallsport Leipzig hat für seine Zweitliga-Premierensaison den ersten namhaften Neuzugang präsentiert. Wie der Verein am Montag mitteilte, erhält Mittelfeldmann Rani Khedira einen Dreijahresvertrag, nachdem sich beide Clubs auf eine Ablösesumme geeinigt haben. Der kleine Bruder von Real Madrids Champions-League-Sieger Sami Khedira kommt vom Bundesligisten VfB Stuttgart, für den er in der abgelaufenen Saison auf neun Einsätze kam. Außerdem bestritt der 20-Jährige zwölf Spiele in der Drittliga-Mannschaft des Vereins. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchlief Rani Khedira selbst mehrere Nachwuchsmannschaften und brachte es dort bislang auf 13 Einsätze. Sportdirektor Ralf Rangnick lobte an Khedira besonders dessen technische Fertigkeiten und die Möglichkeit eines flexiblen Einsatzes im Mittelfeld: "Rani ist ein Spieler, der perfekt in unser Anforderungsprofil passt. Ich bin fest davon überzeugt, dass er uns mit seinen Stärken weiterhelfen kann."

Fußball, Transfer: Zweitligist 1860 München hat sich erneut bei der Reserve des FC Barcelona bedient. Aus dem Zweitligateam des katalanischen Vorzeigeklubs kommt Eduardo Bedia (25) in die bayerische Landeshauptstadt. Der offensive Mittelfeldspieler folgt Ilie Sanchez, dessen Verpflichtung die Löwen vor wenigen Tagen vermeldet hatten. Bedia, kurz Edu genannt, hat bei Sechzig einen Dreijahresvertrag unterschrieben und verfügt aus Spanien auch über Erstliga- sowie internationale Erfahrung. "Mit Edu haben wir den gesuchten kreativen und torgefährlichen offensiven Mittelfeldspieler gefunden, der uns mit Sicherheit sehr viel Freude bereiten wird", sagte Sportdirektor Gerhard Poschner. In 39 Spielen der zurückliegenden Saison erzielte Bedia sieben Tore. Vor Jahren war er überdies in der spanischen U20- und U21- Nationalmannschaft zum Einsatz gekommen.

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Tennis, Eastbourne: Angelique Kerber hat beim WTA-Tennisturnier im britischen Eastbourne die zweite Runde erreicht. Die Weltranglisten-Neunte setzte sich am Montag im Auftaktspiel gegen die US-Amerikanerin Alison Riske mit 7:6 (8:6), 6:4 durch. Bei der mit 710 000 Dollar dotierten Rasen-Veranstaltung ist die 26-Jährige an Position fünf gesetzt.

Fußball, Russland: Der ehemalige Bundesligaprofi und Schweizer Nationalspieler Murat Yakin wird neuer Trainer beim russischen Fußball-Rekordmeister Spartak Moskau. Das teilte der Verein am Montag auf Twitter mit. Medienberichten zufolge erhält der 39-Jährige einen Zweijahresvertrag. Der frühere Spieler des VfB Stuttgart und des 1. FC Kaiserslautern hatte zuletzt den FC Basel in der Schweiz zur Meisterschaft geführt, aber seinen Vertrag nicht verlängert. Der neunmalige russische Meister Spartak Moskau hatte nach einer enttäuschenden Rückrunde als Tabellensechster den Europapokal verpasst.

Basketball, Bamberg: Andrea Trinchieri ist neuer Trainer der Brose Baskets Bamberg. Der 46-jährige Italiener kommt vom russischen Spitzenklub Unics Kasan und wird beim sechsmaligen deutschen Basketball-Meister Nachfolger des US-Amerikaners Chris Fleming (44), der Ende Mai nach sechs erfolgreichen Jahren mit vier Meistertiteln und drei Pokalsiegen entlassen worden war. "Wir begrüßen Andrea Trinchieri als neuen Headcoach in Bamberg", twitterten die Brose Baskets. Trinchieri hatte Kasan in der abgelaufenen Saison bis ins Finale des Eurocups geführt und wurde im zweithöchsten Europapokalwettbewerb nach der Euroleague als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Erst Mitte der vergangenen Woche wurde Trinchieri als Nationalcoach Griechenlands seiner Aufgaben entbunden. Grund für die Trennung trotz laufenden Vertrages war das enttäuschende Abschneiden bei der EM 2013 in Slowenien (11.). Ohne Doppelfunktion kann sich Trinchieri ganz auf Bamberg konzentrieren und soll den erfolgsverwöhnten Klub nach dem Viertelfinal-Aus in den Play-offs gegen die Artland Dragons (1:3) zurück zu alter Stärke führen. Auf Trinchieri, der vor fünf Jahren in seiner Heimat in Pallacanestro Cantù erstmals einen Erstligisten übernommen hatte, wartet nicht zuletzt wegen Flemings großer Erfolge eine schwierige Aufgabe.

1899 Hoffenheim, Finanzen: Bundesligist 1899 Hoffenheim hängt in finanzieller Hinsicht weiter am Tropf von Mäzen Dietmar Hopp. "Leider kämpfen wir noch immer mit diversen Altlasten, und die werden auch in der kommenden Saison unsere Geschäftsbilanz noch erheblich belasten", sagte Geschäftsführer Peter Rettig mit Blick auf das befürchtete Minus in zweistelliger Millionenhöhe in diesem Geschäftsjahr dem kicker. Diesen Verlust muss erneut Hopp, der schon mehrere hundert Millionen Euro in den Klub investiert hat, ausgleichen. Obwohl die Kraichgauer trotz ihrer roten Zahlen kräftig in neue Spieler wie Oliver Baumann und Pirmin Schwegler investieren, droht dem Klub mit Blick auf das Financial Fair Play angeblich kein Ärger von der Europäischen Fußball-Union (Uefa). "Wir werden die Regeln definitiv einhalten, sonst würden wir auf dem Markt nicht so agieren, wie wir derzeit agieren", sagte Rettig.