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Trainer:Wütender Daum steht in Rumänien vor dem Aus

Romanian national soccer team conference

Leistete sich einen wütenden Auftritt: Christoph Daum als Trainer von Rumänien.

(Foto: Bartlomiej Zborowski/dpa)

Der deutsche Trainer wird die WM wohl verpassen, landet aber einen You-Tube-Hit. DFB-Präsident Grindel prognostiziert das baldige Aus für den Confed Cup.

Fußball, Christoph Daum: Christoph Daums jüngster Wutausbruch wurde zum You-Tube-Hit, doch seine Zeit als Rumäniens Fußball-Nationaltrainer könnte schon bald vorbei sein. Verbandschef Razvan Burleanu schließt eine vorzeitige Entlassung des Deutschen nicht aus, wie rumänische Medien​ am Mittwoch berichteten. Weil die Rumänen kaum noch Chancen auf die Teilnahme an der WM 2018 haben, werde die Technische Kommission des Verbands nun über Daums Leistung beraten und eine Entscheidung fällen. Daums Vertrag läuft offiziell bis 2018.

"​Der Vertrag mit Daum hatte dieses Ziel, nämlich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft"​, ließ Burleanu vielsagend wissen.Er bedaure es zwar nicht, Daum im vorigen Jahr engagiert zu haben, "​zugleich aber steht und fällt ein Trainer mit den Resultaten, und die Resultate sind nicht zu unserem Vorteil", fügte der Verbandsboss hinzu. Das klingt nicht gut für Christoph Daum. Der frühere Bundesliga-Trainer selbst hatte zuvor äußerst irritiert auf Fragen nach einem Rücktritt reagiert und dabei einem rumänischen Journalisten sogar mangelnde Vaterlandsliebe vorgeworfen.

Bei einer Pressekonferenz vor dem 3:2-Testspielsieg gegen Chile am Dienstag in Cluj schimpfte der 63-Jährige über "Lügen" der rumänischen Medien, die seine Leistung "zerstören" würden. Mehr als zwei Minuten lang redete sich Daum immer mehr in Rage, das Video wurde im Netz zum Renner. "Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin mehr Rumäne als Sie", rief er einem Journalisten zu. Er identifiziere sich mehr mit dem Land und seinen Menschen als einige Journalisten, wetterte Daum.

Fußball, Nationalmannschaft: DFB-Präsident Reinhard Grindel glaubt nicht an eine Zukunft des Confed Cup. "Da es bei der WM 2022 in Katar schon große Probleme mit der zeitlichen Einordnung gibt, kann man das schlechterdings zwei Jahre hintereinander machen", sagte der Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwoch kurz vor der Abreise der deutschen Mannschaft zur Mini-WM in Russland (17. Juni bis 2. Juli) mit Blick auf die Endrunde 2022 im Winter.Da die WM 2026 mit 48 Mannschaften ausgetragen wird, kann sich Grindel aufgrund der höheren Belastung der Vereine auch in der Folge keine Austragung des Confed Cup mehr vorstellen.

Uefa, Schiedsrichter: Die Schiedsrichterkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat zwei deutsche Unparteiische befördert. Der 36-jährige Felix Zwayer ist nach Felix Brych und Deniz Aytekin in die Elite Categorie - und damit höchste Einstufung im internationalen Schiedsrichtwesen - aufgestiegen. Angelika Söder (29), die seit 2008 Spiele der Frauen-Bundesliga pfeift, wurde von der Third in die Second Categorie gehoben. "Beide Schiedsrichter haben sich diese Auszeichnung mit ihren hervorragenden Leistungen ihrem Auftreten absolut verdient. Zudem stellt es eine Wertschätzung für die hohe Qualität im deutschen Schiedsrichterwesen dar", sagte Herbert Fandel, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses.

Bei der Einteilung eines Referees in eine Kategorie berücksichtigt die Schiedsrichterkommission der UEFA verschiedene Kriterien - darunter Verdienste, Leistungen, Fitness, Erfahrung, Potenzial, Sprachkenntnisse, Teilnahme an UEFA-Schiedsrichterkursen sowie Einstufung auf nationaler Ebene.

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