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Golf:Tiger Woods nach schwerem Autounfall im Krankenhaus

Tiger Woods hat sich bei einem Autounfall laut seinem Agenten mehrere Beinverletzungen zugezogen.

(Foto: Ryan Kang/AP)

Der Golfer verunglückt mit seinem Auto und muss mit Spezialwerkzeug befreit werden. Den Behörden zufolge hat er Glück, noch am Leben zu sein.

Am Sonntag erst hatte sich Tiger Woods nach längerer Zeit mal wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Beim Genesis Invitational, einem Turnier der millionenschweren US PGA Tour, fungierte der 45-Jährige als Gastgeber der Veranstaltung und überreichte dem Sieger Max Homa, 30, wie er ein Kalifornier, den Pokal. Am Rande berichtete Woods, dass er weiterhin nicht wisse, wann er wieder selbst auf die Golfplätze zurückkehren kann. Im Dezember war er zum fünften Mal am Rücken operiert worden. Dass ihm die Verletzung und der Eingriff zusetzten, gab er zu verstehen, sein Rücken fühle sich immer noch "steif" an. Woods wirkte mitgenommen. Am Dienstagmorgen folgte dann eine viel schlimmere Nachricht: Woods hatte einen schweren Autounfall und musste operiert werden.

Mark Steinberg, sein langjähriger Manager, bestätigte dem Fachmagazin Golf Digest das Unglück und berichtete, Woods hätte mehrere Beinverletzungen erlitten. Ein Pressesprecher des Los Angeles County nannte die Verletzungen "moderat bis ernsthaft". Woods sei aufgrund der Position des Autos - auf der Fahrerseite liegend - nicht in der Lage gewesen, die Tür zu öffnen und herauszukommen.

Das Los Angeles County Sheriff's Department gab noch am Dienstag eine offizielle Erklärung ab und informierte, dass sich das Auto von Woods gegen 7.12 Uhr morgens überschlagen habe und schwer beschädigt worden sei. Dies zeigten auch Bilder des Wracks, die laut ESPN von einem lokalen TV-Sender aufgenommen worden waren, der mit einem Hubschrauber die Unfallstelle überflogen hatte. Laut dem Statement der County-Behörde war Woods derart eingeklemmt gewesen, dass er mit einem hydraulischen Rettungssatz der Feuerwehr befreit werden musste. Der Vater von zwei Kindern hätte Glück gehabt, er hätte sterben können, sagen die Behörden.

The vehicle of golfer Tiger Woods is recovered in Los Angeles

Los Angeles County Sheriffs untersuchen das Unfallauto, nachdem es mit einem Kran aus der Böschung geborgen wurde.

(Foto: GENE BLEVINS/REUTERS)

Über die Gründe, warum Woods die Kontrolle über den Wagen verlor, wurde zunächst nichts bekannt. Ein anderes Auto sei nicht am Unfallhergang beteiligt und er alleine auf dem Hawthorne Boulevard unterwegs gewesen. CNN meldete, die Verletzungen seien "nicht lebensbedrohlich", aber der Zustand des Golfprofis sei "ernst". Die Polizei betonte bei einer Pressekonferenz, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Woods Alkohol, Drogen oder Medikamente genommen haben könnte. Auch das Wetter habe keine Rolle gespielt.

Woods, der in Florida lebt und Vater zweier Kinder ist, hatte sich nach der Genesis Invitational für zwei weitere Tage in Los Angeles aufgehalten, um Werbe-Aufnahmen für Golf Digest sowie die Plattform Golf TV durchzuführen. In den sozialen Medien setzte sofort eine Welle der Anteilnahme ein. "Ich bete für TW", schrieb etwa seine frühere Lebenspartnerin Lindsey Vonn, die ehemalige Skirennfahrerin. "Wenn ich etwas über die Jahre gelernt habe, dann, Tiger niemals abzuschreiben", twitterte Ex-US-Präsident Barack Obama.

Woods errang 15 Major-Titel und sorgte sportlich zuletzt 2019 für Aufsehen, als er zum fünften Mal das berühmte Masters im Augusta National Golf Club gewann.

© SZ/klef/aner/tbr/ghe
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