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Tennis:Kerber und Görges scheitern in der ersten Runde

Western & Southern Open - Day 4

Raus in Cincinati: Angelique Kerber.

(Foto: AFP)

Die deutschen Tennisspielerinnen kommen vor den US Open nicht in Form. Thomas Doll erreicht mit Nikosia die Champions-League-Play-offs - Celtic, Porto und Kiew scheitern.

Tennis, Cincinnatti: Wenige Stunden nach Angelique Kerber ist auch Tennisprofi Julia Görges beim WTA-Turnier in Cincinnati in der ersten Runde gescheitert. Die 30-Jährige aus Bad Oldesloe verlor am Dienstag zum Auftakt 4:6, 6:7 (6:8) gegen Sofia Kenin aus den USA. Die deutsche Nummer eins Kerber war zuvor mit 6:7 (7:9), 2:6 an der Estin Anett Kontaveit gescheitert.

Für die Weltranglisten-28. Görges war es knapp eine Woche nach ihrem Zweitrunden-Aus in Toronto die nächste frühe Niederlage. Das Hartplatz-Turnier in Cincinnati gilt auch als Vorbereitung auf die US Open in New York. Das letzte Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison beginnt am 26. August.

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Fußball, Champions-League-Qualifikation: Der ehemalige Bundesliga-Trainer Thomas Doll hat bei Apoel Nikosia ein gelungenes Debüt in der Champions-League-Qualifikation gefeiert. Der 53-Jährige gewann mit den Zyprern das Rückspiel in der dritten Runde beim aserbaidschanischen Meister Qarabag Agdam mit 2:0 (1:0) und drehte damit die 1:2-Heimniederlage aus dem Hinspiel. "Es ist ein fantastischer Moment für einen wundervollen Klub", sagte Doll, der am vergangenen Donnerstag beim Rekordmeister aus Zypern vorgestellt worden war. In den Play-offs trifft Apoel im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase auf den niederländischen Meister Ajax Amsterdam.

Celtic Glasgow hingegen unterlag dem CfR Cluj aus Rumänien mit 3:4. Der schottische Meister gab in den letzten zehn Minuten der Partie eine 3:2-Führung aus der Hand und muss nach dem 1:1 aus dem Hinspiel nun noch eine Extrarunde in den Play-offs der Europa League drehen. Auch der FC Porto und Dynamo Kiew scheiterten in der dritten Qualifikationsrunde. Gegen den FK Krasnodar machte den Portugiesen die Auswärtstorregel einen Strich durch die Rechnung (1:0-Auswärtssieg im Hinspiel, 2:3-Heimpleite im Rückspiel). Damit nehmen sie zum ersten Mal seit 2010 nicht an der Gruppenphase der Königsklasse teil. Die Dynamo hatte das Hinspiel beim FC Brügge mit 0:1 verloren und kam im Rückspiel nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus.

Klettern, WM: Sportkletterer Yannick Flohé aus Essen hat bei der WM im japanischen Hachioji sensationell die Bronzemedaille in der Disziplin Bouldern gewonnen. Der 19-Jährige, der für die Sektion Aachen des Deutschen Alpenvereins (DAV) startet, lag nach einem enorm anspruchsvollen Wettkampf knapp hinter dem zweitplatzierten österreichischen Weltklasse-Kletterer Jakob Schubert. Gold gewann Tomoa Narasaki (Japan), der als einziger Finalist zwei der vier Boulder bis zur Spitze klettern konnte. "Das ist überraschend, aber verdient", sagte Bundestrainer Urs Stöcker, der Flohé als den "jungen Wilden" im deutschen Team bezeichnet. Bereits vor der WM hatte er den Essener auf der Rechnung gehabt, jetzt sah er sich bestätigt: "Yannick ist in Bestform, körperlich extrem gut drauf und mental unbelastet."

Schon die Qualifikation von Flohé für das Finale der besten sechs Starter war eine Überraschung gewesen. Die Medaille holte er mit der Bewältigung seiner dritten Zone an der letzten Wand. Jan Hojer (Köln) belegte Rang elf, Alexander Megos (Erlangen) Rang 26. Afra Hönig (Landshut) erreichte bei den Frauen Rang 21. Es siegte Titelverteidigerin Janja Garnbert. Die Slowenin ist auch noch aktuelle Lead- und Kombinations-Weltmeisterin. Beim Bouldern klettern die Athleten in Absprunghöhe an einer Wand, an der sie verschiedene Segmente bewältigen müssen. Die weiteren Disziplinen sind Lead und Speed. Der aus allen drei Disziplinen bestehende Kombinationswettbewerb findet in der kommenden Woche statt: Ausschließlich in diesem Dreikampf werden 2020 in Tokio erstmals Olympiamedaillen im Klettern vergeben

Fußball, Marseille: Drastische Maßnahme des französischen Fußball-Erstligisten Olympique Marseille: Der Champions-League-Sieger von 1993 hat am Dienstag überraschend Weltmeister Adil Rami (33) rausgeworfen. Als Grund wurde ein "grobes Fehlverhalten" nach einem Disziplinarverfahren angegeben. Näher ins Detail ging "OM" nicht und schrieb in einer Mitteilung nur davon, dass der Vertrag mit dem Routinier aufgelöst worden sei.

Laut L'Equipe habe Rami das Training geschwänzt, um stattdessen an den Dreharbeiten für eine TV-Reality-Show teilzunehmen. Rami war einst Lebenspartner von US-TV-Star Pamela Anderson (Baywatch). Angeblich hatte sich Rami für das Training verletzt abgemeldet, dafür aber an Dreharbeiten teilgenommen und dabei sogar Stunts vollführt. Im Juli hatte Klub-Präsident Jacques-Henri Ryraud dem Profi gesagt, dieser "müsse sich seinen Verpflichtungen als Spieler und besonders als Weltmeister" bewusst sein.

Theo Zwanziger, Klage: Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger reagiert auf seine Anklage in der Affäre um die Fußball-WM 2006 mit einer Strafanzeige gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft. Dies kündigte Zwanziger am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Diez an. Der 74-Jährige wirft der Ermittlungsbehörde in der Schweiz eine bewusst falsche Interpretation von Beweismitteln vor. "Ich bin überzeugt, dass die Verdächtigungen falsch sind", sagte Zwanziger.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte in der Vorwoche Anklage gegen die Ex-DFB-Funktionäre Zwanziger, Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen Fifa-Generalsekretär Urs Linsi erhoben. Dem Quartett wird vorgeworfen, den Präsidialausschuss des WM-Organisationskomitees 2006 über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro im April 2005 vom Deutschen Fußball-Bund an den Weltverband Fifa arglistig getäuscht zu haben.

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