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Stanley Cup in der NHL:Torwart lässt Kings verzweifeln

An Henrik Lundquist von den New York Rangers scheiterten die Kings-Spieler regelmäßig.

(Foto: AP)

Mit insgesamt 40 Paraden bewahrt Torhüter Henrik Lundquist seine New York Rangers vor der vierten Niederlage im Stanley Cup. Bei Fortuna Düsseldorf gibt es einen Trainerwechsel. Miroslav Klose bekommt bei Lazio Rom einen neuen Trainer.

NHL, Stanley Cup: Die New York Rangers haben im Stanley-Cup-Finale der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL den ersten von vier möglichen Matchbällen abgewehrt. Das Team von Trainer Alain Vigneault gewann das vierte Spiel im heimischen Madison Square Garden gegen die Los Angeles Kings mit 2:1 und verkürzten damit in der Serie best-of-seven auf 1:3. Die Kalifornier haben nun am Freitag in Spiel fünf im Staples Center von L.A. erneut die Chance, ihren zweiten Meistertitel nach 2012 zu gewinnen. Überragender Mann auf dem Eis war am Mittwochabend New Yorks Keeper Henrik Lundqvist, der 40 Schüsse der Kings parierte. Benoit Pouliot in der achten und Martin St. Louis in der 27. Minute brachten den sechsmaligen Champion aus New York 2:0 in Führung. Nachdem Dustin Brown gut zwei Minuten später auf 1:2 verkürzte, schlug die Stunde von Lundqvist. Bis zur Schlusssirene brachte der Schwede die Kings mit 26 gehaltenen Schüssen zur Verzweiflung.

Serie A, Lazio Rom: Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose (36) muss sich schon wieder an einen neuen Trainer gewöhnen. Edy Reja (68) hat beim italienischen Erstligisten Lazio Rom nach nur sechs Monaten das Handtuch geworfen. "Am Ende der Meisterschaft hat mir Klubchef Claudio Lotito eine Vertragsverlängerung vorgeschlagen. Ich denke jedoch, dass eine Phase zu Ende gegangen ist. Lazio muss wechseln, um mehr Enthusiasmus zu finden", sagte Reja, der im Januar den gefeuerten Vladimir Petkovic ersetzt hatte. Lazio hatte die Serie A auf Platz neun abgeschlossen und somit seine Saisonziele deutlich verfehlt. Als möglicher Nachfolger Rejas gilt Stefano Pioli, der Ex-Trainer des FC Parma, Palermo Calcio und FC Bologna.

Handball, HSV: Der spanische Handball-Weltmeister Joan Canellas Reixach wechselt innerhalb der Bundesliga vom HSV Hamburg zum THW Kiel. Der 27-Jährige machte von einer Ausstiegsklausel im Vertrag mit seinem insolvenzbedrohten Arbeitgeber Gebrauch und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Nach Domagoj Duvnjak, Steffen Weinhold und Rune Dahmke ist Canellas der vierte Zugang des deutschen Rekordmeisters für die Saison 2014/2015.

2. Liga, Trainerwechsel: Bei Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf bahnt sich offenbar der erwartete Trainerwechsel an. Wie der Express am Donnerstag berichtete, hat sich der Verein mit dem bisherigen Coach Lorenz-Günther Köstner (62) auf einen Auflösungsvertrag geeinigt. Nachfolger soll demnach der bisherige Co-Trainer Oliver Reck (49) werden, der die Mannschaft in den letzten sechs Spielen der abgelaufenen Saison betreut hatte. Bei Sport1 sagte Reck: "Ich würde mich freuen, die Arbeit mit der Mannschaft fortzusetzen. Aber noch muss ich mich an die Fakten halten, noch sind die Verträge nicht unterschrieben. Wir müssen noch etwas Geduld haben. Der Verein wird es offiziell verkünden." Köstner, der seit März unter einer Nervenblockade leidet und bis zum 29. Juni krank geschrieben ist, hatte bei den Rheinländern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015.

Bundesliga, Leverkusen: Bayer 04 Leverkusen hat den Vertrag mit Torhüter David Yelldell um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2016 verlängert. Der 32-jährige Deutsch-Amerikaner, der 2011 vom MSV Duisburg zur Werkself wechselte, unterschrieb am Donnerstag einen neuen Kontrakt. Dies teilte der Fußball-Bundesligist mit. Mit der Nummer 1 Bernd Leno und dem aus Mainz verpflichteten Dario Kresic bildet Yelldell damit das Torhüter-Gespann der Leverkusener.

Bundesliga, VfL Wolfsburg: Der Niederländer Ton Lokhoff wird neuer Assistenztrainer beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Der 54-Jährige, der zuletzt beim VfB Stuttgart arbeitete, erhält bei den Niedersachsen einen Zweijahresvertrag. Das teilte der VfL am Mittwochabend mit. Lokhoff ersetzt seinen Landsmann Andries Jonker, der zum FC Arsenal gewechselt war.

Degen, Europameisterschaft: Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann und das deutsche Damen-Degenteam bleiben bei der EM in Straßburg ohne Medaille. Zum Auftakt des sechsten Wettkampftages verloren Heidemann, Monika Sozanska, Ricarda Multerer und Alexandra Ndolo am Donnerstag bereits im Achtelfinale 15:16 nach Verlängerung gegen die Ukraine. Damit müssen die deutschen Frauen wie tags zuvor auch die Männer in die Trostrunde um die Plätze neun bis 16. Das Herrendegenteam hatte mit Rang 16 ein Debakel hinnehmen müssen. Heidemann übergab gegen den Vorjahresfünften Ukraine eine 14:13-Führung an Sozanska, die aber im neunten und letzten Teilgefecht gegen Einzel-Olympiasiegerin Jana Schemjakina ein 1:3 hinnehmen musste.

Leichtathletik, Meeting Dessau: Diskus-Olympiasieger Robert Harting befindet sich knapp zwei Monate vor dem Start der Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich (12. bis 17. August) weiter in bestechender Form. Beim Meeting in Dessau siegte der dreimalige Weltmeister aus Berlin am Mittwoch mühelos mit einer Weite von 66,10 m. Bei den Frauen gelang Kugelstoß-Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz mit einer Siegweite von 19,62 m ein Erfolgserlebnis. Harting, der zuletzt seinen polnischen Dauerrivalen Piotr Malachowski zweimal binnen vier Tagen in die Schranken gewiesen hatte, verwies Jorge Fernandez (Kuba/64,45) und Daniel Jasinski (Wattenscheid/63,39) auf die Plätze. Ähnlich deutlich fiel Schwanitz' Erfolg aus. Olga Golodna (Ukraine/17,50) und Melissa Boekelman (Niederlande/16,96) kamen nicht in Reichweite der 28-Jährigen.

Leichtathletik, Stabhochspringen: Stabhochspringerin Silke Spiegelburg muss ihre Hoffnung auf eine Medaille bei den Europameisterschaften im August in Zürich aufgeben. Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Donnerstag bekanntgab, hat sich die 28-jährige Olympia-Vierte aus Leverkusen einen Haarriss am Kahnbein zugezogen. Die EM-Saison ist damit für sie beendet. "Mit Silke Spiegelburg kann eine der aussichtsreichsten Medaillenaspirantinnen im Stabhochsprung der Frauen für die EM in Zürich nicht an den Start gehen", sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. "Das ist für die Nationalmannschaft und insbesondere für die Athletin sehr bitter." Spiegelburg hatte 2010 EM-Silber gewonnen.

Badminton, Japan Open: Der ehemalige Badminton-Europameister Marc Zwiebler ist bei den Japan Open in Tokio im Achtelfinale ausgeschieden. Der Weltranglisten-Zwäöfte aus Bonn leistete dem topgesetzten zweimaligen Olympiazweiten Lee Chong Wei aus Malaysia über 53 Minuten harten Widerstand, musste sich dem Titelverteidiger am Ende aber mit 13:21, 26:28 erneut geschlagen geben. Für Zwiebler war es im zehnten Duell mit dem Weltranglistenersten die zehnte Niederlage. Ebenfalls im Achtelfinale ausgeschieden sind in Tokio im Doppel Michael Fuchs/Johannes Schöttler (Bischmisheim) durch ein 21:5, 11:21, 18:21 gegen die Indonesier Angga Pratama und Ryan Agung Saputra.

Fußball, VfB Stuttgart: Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat sein Vorbereitungsspiel gegen Zweitligaaufsteiger RB Leipzig abgesagt. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung hätten Proteste der Stuttgarter Fans zu der Spielabsage geführt. Mit Proteststatements und einer Online-Petition hätten sich die Stuttgarter Anhänger demnach an die Vereinsführung gewandt. "Gemeinsam gegen den Kommerz" sei in dem Schreiben zu lesen, das 1700 Menschen unterzeichnet hätten.

Der von Red Bull gesponserte Fußballklub aus Leipzig hat sich noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Bereits in der Vergangenheit hatten mehrere Vereine, darunter der 1. FC Nürnberg, Union Berlin und 1860 München, nach Fanprotesten ihre Testspiele gegen RB abgesagt.

Fußball, SC Freiburg: Nationalspieler Matthias Ginter wird auch in der kommenden Saison beim Fußball-Bundesligisten SC Freiburg verteidigen. Die Badener lehnten sowohl das Angebot von Borussia Dortmund für den 20 Jahre alten Defensivmann ab als auch den Wunsch Ginters, schon nach der WM in Brasilien zu seinem Lieblingsclub wechseln zu dürfen. "Matthias wird auch in der nächsten Saison beim SC Freiburg spielen, das haben wir ihm auch so mitgeteilt", sagte SC-Präsident Fritz Keller der Nachrichtenagentur dpa. Wie Keller betonte, hätten keine monetären Gründe den Ausschlag gegeben für die ablehnende Haltung der Badener.

"Es geht um die Verantwortung gegenüber einem 20-jährigen Spieler. Es ist für alle Beteiligten das Beste, wenn er noch ein Jahr bei uns bleibt", sagte der Clubchef. Im Gegensatz zu Freiburg bekäme Ginter in Dortmund viel weniger Spielpraxis, meinte Keller. Ginter ist langfristig an Freiburg gebunden. Der begehrte Defensiv-Allrounder hatte in der Sport Bild eine schnelle Entscheidung gefordert. "Es wäre schön, wenn man das Thema jetzt klären könnte. Ich würde mir wünschen, dass das noch vor unserem ersten WM-Spiel passiert", wurde Ginter zitiert.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/dimo
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