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Aus für Stefan Effenberg:Uerdingen wollte sich mit Effenbergs großem Namen schmücken

Seitdem arbeitete Effenberg als TV-Experte und wurde vorübergehend Teilhaber einer Sportlerberatungsagentur namens Acorado sowie Kundenberater bei der thüringischen Volksbank Bad Salzungen/Schmalkalden, die Kredite in der Fußballbranche vergibt. Für diesen Job war Effenberg nach eigener Auskunft 2019 nach Düsseldorf gezogen. Von dort war es nicht weit nach Krefeld.

Im Grunde haben sie beim KFC Uerdingen das Gleiche probiert wie vier Jahre zuvor beim SC Paderborn, sie wollten sich mit einem großen Namen schmücken. Das erste Training unter dem Trainer Effenberg im Oktober 2015 vor Tausenden Fans in Paderborn war einer der spektakulärsten Tage in der Historie des ostwestfälischen Klubs.

"Effenberg sollte die große Fußballwelt ins kleine Paderborn holen", erzählte später der damalige Torwart Lukas Kruse, "aber letztlich war die Zeit mit ihm eine Enttäuschung." Fünf Monate später wurde Effenberg entlassen, der Klub stieg zwei weitere Monate später in die dritte Liga ab.

Beim KFC Uerdingen droht derzeit kein Abstieg, aber auch mit dem erhofften Aufstieg in die zweite Liga wird es nichts mehr. Schon kurz nach der Mitteilung von Effenbergs Weggang vermeldete der Klub die Verpflichtung des Paderborner Chefscouts Mirko Vogt. Er soll am 1. Juli in Krefeld anfangen und die Akquise talentierter Spieler vorantreiben.

© SZ.de/ebc
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