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Skispringen:Stoch siegt, Freund stürzt

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Holte als zweiter Pole olympisches Skisprung-Gold: Kamil Stoch

(Foto: AFP)

Kamil Stoch aus Polen gewinnt Skisprung-Gold von der Normalschanze, Mitfavorit Severin Freund stürzt im ersten Durchgang. Die deutschen Eishockey-Frauen führen lange gegen Russland, doch der Favorit dreht binnen fünf Minuten das Spiel. Die deutschen Biathleten verpassen auch im Sprint der Frauen das Podest.

Skispringen, Normalschanze: Kamil Stoch hat olympisches Skisprung-Gold von der Normalschanze gewonnen. In Sotschi setzte sich der 26 Jahre alte Großschanzen-Weltmeister nach Sprüngen auf 105,5 und 103,5 Meter mit 278,0 Punkten klar durch. Stoch ist nach Wojciech Fortuna, der 1972 in Sapporo überraschend vom großen Bakken triumphiert hatte, erst der zweite Skisprung-Olympiasieger seines Landes. Hinter dem souveränen Stoch holte sich Peter Prevc (265,3) Silber. Dies war die erste Skisprung-Einzelmedaille für Slowenien. Bronze ging an Weltmeister Anders Bardal aus Norwegen (264,1).

Bester eines deutschen Quartetts war Andreas Wellinger. Er schob sich mit einem guten zweiten Sprung von Platz 14 auf sechs vor. Andreas Wank dagegen fiel von Platz fünf auf Position zehn zurück. Für Mitfavorit Severin Freund platzte der Traum von einer Medaille im ersten Durchgang. Der 25-Jährige stürzte nach der Landung und belegte am Ende den 31. Rang. Hinter den Erwartungen zurück blieb Richard Freitag als 20.

Eiskunstlauf, Team-Wettbewerb: Russlands Eiskunstläufer um Jewgeni Pluschenko haben in Sotschi die olympische Premiere des Team-Wettbewerbs gewonnen. Silber ging an Kanada, die USA holten sich die Bronzemedaille. Das Team der Deutschen Eislauf-Union hatte sich nicht für das Kürfinale qualifiziert und war als Achter nach dem Kurzprogramm ausgeschieden. Als erster Eiskunstläufer gewann Pluschenko damit bei vier Winterspielen nacheinander jeweils eine Medaille. Mit seinem Sieg in der Herren-Kür legte der 31-Jährige trotz gesundheitlicher Probleme den Grundstein zum ungefährdeten Triumph, der sogar schon vor dem letzten Durchgang feststand.

Eishockey, Vorrunde: Die deutschen Eishockey-Frauen haben bei den Winterspielen in Sotschi eine Überraschung zum Turnierstart verpasst. Das Team von Bundestrainer Peter Kathan unterlag am Sonntag den Russinnen trotz Führung mit 1:4 (0:0, 1:0, 0:4). Stürmerin Franziska Busch war in der "Schajba"-Arena vor 5048 Zuschauern das 1:0 gelungen (28. Minute), doch Lija Gawrilowa (45.), Olga Sossina mit einem Doppelpack (49./53.) und Jekaterina Smolenzewa (50.) drehten innerhalb von fünf Minuten die Partie.

Biathlon, Sprint der Frauen: Die deutschen Biathleten haben zum ersten Mal seit der Sprint-Premiere in Lake Placid 1980 eine Medaille in ihrer Spezialdisziplin verpasst. Nach dem desaströsen Auftritt der Männer am Samstag verpassten auch die Biathletinnen um Debütantin Evi Sachenbacher-Stehle und Andrea Henkel bei den Winterspielen in Sotschi das Podest. Zumindest Sachenbacher-Stehles Leistung weckte allerdings Hoffnung für die Verfolgung am Dienstag (19 Uhr MESZ). Wie schon vor vier Jahren in Vancouver gewann die Slowakin Anastasiya Kuzmina olympisches Gold über 7,5 km. Damit ist die 29-Jährige die erste Frau, der das gelang. Silber ging an Olga Wiluchina (+19,9 Sekunden), die für die zweite russische Medaille in Sotschi sorgte. Bronze sicherte sich Wita Semerenko (Ukraine/+21,7).

Eisschnelllauf, 3000 Meter: Claudia Pechstein hat ihre zehnte Olympia-Medaille verpasst. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin belegte am Sonntag bei den Winterspielen in Sotschi beim Rennen über 3000 Meter in 4:05,26 Minuten nur den vierten Platz. Gold ging an die Niederländerin Ireen Wüst (4:00,34), die damit bereits den dritten Olymiasieg ihrer Karriere feierte. Silber holte Vancouver-Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien/4:01,95). Die Russin Olga Graf wurde Dritte (4:03,47). Die Berlinerin Bente Kraus kam auf Platz zwölf.

Ski alpin, Abfahrt: Maria Höfl-Riesch hat im Kampf um Gold bei der Olympia-Abfahrt möglicherweise eine Konkurrentin weniger. Tina Weirather aus Liechtenstein hat sich beim Training am Sonntag einer ersten Diagnose zufolge eine Schienbeinkopfprellung am rechten Bein zugezogen. Ihr Start im Rennen am Mittwoch (8.00/11.00 Uhr MEZ/OZ) sei fraglich, hieß es aus dem Lager ihres Teams. Die 24-Jährige hat in ihrer Karriere bereits vier Kreuzbandrisse erlitten. Ob sie in der Abfahrt und am Samstag im Super-G starten kann, darüber sollen Untersuchungen in den nächsten Tagen Aufschluss geben. Weirather stand in diesem Winter bei sieben der zwölf Speed-Rennen (Abfahrt/Super-G) im Weltcup auf dem Podest. Sie gewann je einen Super-G und einen Riesenslalom. Im Gesamtweltcup liegt sie hinter Höfl-Riesch auf Platz zwei.

Sotschi 2014
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Slopestyle der Frauen, Snowboard: Einen Tag nach Premierensieger Sage Kotsenburg bei den Männern hat Snowboarderin Jamie Anderson auch bei den Frauen den USA die erste olympische Goldmedaille im Slopestyle beschert. Die 23 Jahre alte ehemalige WM-Zweite setzte sich in Sotschi mit 95,25 Punkten für den besseren ihrer beiden Läufe vor der Finnin Enni Rukajarvi (92,50) durch. Bronze holte sich die Britin Jenny Jones (87,25). Deutsche Slopestylerinnen waren bei der ersten Austragung auf der olympischen Bühne nicht am Start.

Skilanglauf, Skiathlon: Wie schon vor vier Jahren in Vancouver hat der Schweizer Skilangläufer Dario Cologna das erste Skilanglaufrennen der Männer bei Olympia gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich bei den Winterspielen in Sotschi im Skiathlon über jeweils 15 Kilometer im klassischen und freien Stil nach einem packenden Finish mit 0,4 Sekunden Vorsprung vor Vancouver-Triumphator Marcus Hellner aus Schweden durch. Bronze ging an Vizeweltmeister Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen, der einen Rückstand von 1,4 Sekunden aufwies. Cologna hatte 2010 das Auftaktrennen über 15 km für sich entschieden. Achtbar schlug sich ein deutsches Duo, das bis zwei Kilometer vor dem Ende zur Spitzengruppe gehörte. Hannes Dotzler aus Sonthofen kam als 13. ins Ziel (29,4 Sekunden zurück). Der 36 Jahre alte Tobias Angerer aus Vachendorf, der vor vier Jahren in Vancouver Silber gewonnen und sich erst in letzter Sekunde für Sotschi qualifiziert hatte, belegte den 15 Platz (34,3). Keine Rolle spielten Axel Teichmann (Lobenstein) und Thomas Bing (Dermbach).

© SZ.de/sid/dpa/bero/jkn

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