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Ski alpin:Entwarnung für Dreßen

Die Schulterverletzung von Abfahrer Thomas Dreßen stellt sich als weniger schwerwiegend als befürchtet heraus. Sogar ein Start beim nächsten Rennen in Kvitfjell scheint möglich.

Skirennfahrer Thomas Dreßen hat sich bei seinem Sturz beim Super-G in Hinterstoder nicht so schwer verletzt wie befürchtet und erwägt sogar einen Start bei den Speed-Rennen am kommenden Wochenende in Norwegen. Dreßen habe sich eine Subluxation beider Schultergelenke zugezogen, lautete die Diagnose nach der Untersuchung am Montag. In der rechten Schulter habe es keine strukturellen Folgeschäden gegeben, sagte Manuel Köhne, der Teamarzt des Deutschen Skiverbands. In der linken, nach Dreßens schwerem Sturz Ende 2018 in Beaver Creek operierten Schulter, habe Dreßen dagegen eine Kapselzerrung sowie eine Einblutung der vorderen Schultermuskulatur erlitten. Sollte der Heilungsverlauf günstig verlaufen, könne Dreßen "in einigen Tagen" mit dem Training beginnen, hieß es.

Stefan Luitz gelingt nach starkem zweiten Lauf ein Top-10-Rang

"Nach dieser Diagnose bin ich natürlich erleichtert", teilte Dreßen mit. Er spüre zwar noch die Nachwirkungen des Sturzes, sei aber zuversichtlich, nach Kvitfjell reisen zu können. Ob er die Rennen bestreite, werde er dann am Ort entscheiden. In Norwegen stehen eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm. Dreßen hatte in Norwegen im März 2018 seine zweite Abfahrt im Weltcup gewonnen. Nach Kvitfjell steht für die Speed-Experten nur noch das Weltcupfinale in Cortina d'Ampezzo mit Super-G und Abfahrt (18. und 19. März) auf dem Plan. Ob die Veranstaltung wegen der Gefahr durch das Coronavirus in Italien stattfinden kann, war zunächst unklar. Stefan Luitz ist derweil mit einem fulminanten Finallauf beim Weltcup-Riesenslalom in Hinterstoder noch in die Top 10 gestürmt. Der Allgäuer machte bei schwierigen Pistenverhältnissen im zweiten Laufelf Plätze gut und fuhr als Achter das beste Saisonergebnis in seiner Spezialdisziplin ein. Alexander Schmid aus Fischen kam beim Sieg des Franzosen Alexis Pinturault auf Rang 16. Stefan Luitz fehlten nach der zweitbesten Laufzeit im Finale 1,67 Sekunden auf Pinturault, der mit seinem 29. Weltcupsieg einen Tag nach seinem Erfolg in der Kombination die Führung im Gesamtweltcup übernahm. "Ich bin super zufrieden mit der Platzierung", sagte Luitz, der zuletzt krankheitsbedingt hatte pausieren müssen. Schmid hingegen war "froh, dass ich überhaupt am Start stehen konnte". Am Freitag hatte er an Rückenproblemen gelitten. Deshalb war er mit dem Rennen "sehr, sehr zufrieden".

© SZ vom 03.03.2020 / sid, sz

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