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Schwimm-WM:Deutsche Freiwasser-Staffel schwimmt zu Gold

Swimming - 18th FINA World Swimming Championships

Die siegreiche deutsche Staffel.

(Foto: REUTERS)
  • Die deutschen Freischwimmer haben bei der WM in der Staffel über 4 mal 1,25 Kilometer überraschend die Goldmedaille gewonnen.
  • Beim Wettbewerb in Yeosu gelang der Coup ohne Top-Schwimmer Florian Wellbrock.
  • Es ist die vierte Medaille für Deutschland bei der Schwimm-WM

Die deutschen Freiwasserschwimmer haben bei der WM in Südkorea überraschend Gold in der Staffel gewonnen. Lea Boy, Sarah Köhler, Sören Meißner und Rob Muffels siegten nach 4 x 1,25 Kilometern in 53:58,7 Minuten. Zweiter wurde Italien, auf Rang drei schwamm das Team der USA.

Nach Gold für Florian Wellbrock und Bronze für Muffels über zehn Kilometer sowie dem dritten Platz von Leonie Beck über die halbe Distanz ist es bereits die vierte Medaille für die Mannnschaft von Bundestrainer Stefan Lurz bei den Weltmeisterschaften in Yeosu.

"Die drei vor mir haben einen super Job gemacht. Ich hatte einfach nur die Aufgabe, die Italiener zu halten und im Endspurt dann vorbeizugehen", sagte Schlussschwimmer Muffels. "Wir haben uns als gesamte deutsche Mannschaft hier super präsentiert."

Auch ohne Top-Schwimmer Florian Wellbrock zeigte die deutsche Staffel eine ganz starke Leistung. Das Team, aus dem von den Silbergewinnern der EM des vergangenen Jahres in Glasgow Köhler und Meißner mitschwammen, ließ sich von den im Vergleich zu den Vortagen welligen Bedingungen im Hafenbecken des Weltausstellungsgeländes von 2012 nicht aus dem Konzept bringen.

Bei Regen war WM-Debütantin Boy die Startschwimmerin und übergab als Fünfte an Köhler. Die Freundin von Weltmeister Wellbrock, die wie er auch im Becken startet, wechselte als Achte, Meißner übernahm. Der 29-Jährige schwamm das Quartett an die Spitze. Die gab Muffels im Duell mit dem Italiener Gregorio Paltrinieri und dem US-Amerikaner Michael Brinegar nicht mehr her.

Freiwasser-Bundestrainer Lurz hatte vor dem Rennen einen Top-Ten-Platz als "okay" bezeichnet. Dass es so gut laufen könnte, damit war nicht zu rechnen. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Budapest vor zwei Jahren waren die deutschen Freiwasserschwimmer noch ohne eine einzige Medaille nach Hause gefahren.

Wellbrock, der im vergangenen Jahr in Schottland noch seinen Teil zu EM-Silber beigetragen hatte, schonte sich für die Beckenwettbewerbe in der kommenden Woche. Dann will er in Yeosu über 1500 und 800 Meter Freistil starten.

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