Schach-WM Remis im Schnelldurchgang

Auf ein Remis geeinigt: Magnus Carlsen (links) und Viswanathan Anand

Herausforderer Magnus Carlsen lässt sich in der achten Partie nicht auf ein kompliziertes Abspiel ein. Mit einem Remis verteidigt er seinen Vorsprung auf Titelverteidiger Viswanathan Anand. Der Norweger ist nun nicht mehr weit von seinem ersten Titel bei der Schach-WM entfernt.

Herausforderer Magnus Carlsen hat bei der Schach-WM im indischen Chennai seinen Vorsprung auf Titelverteidiger Viswanathan Anand auch in der achten Partie souverän verteidigt. Nach nur 1:15 Stunden und 33 Zügen einigten sich der 22 Jahre alte Norweger und der 43-Jährige Inder auf ein Remis, das Carlsen in der Gesamtwertung mit 5:3 in Führung brachte.

Carlsen fehlen nur noch 1,5 Punkte aus den nächsten vier Partien, um den WM-Titel zu gewinnen. Der Norweger überraschte den Weltmeister zum Start mit dem Doppelschritt des e-Bauern. Der Herausforderer zeigte damit seine variable Spielweise, nachdem er in der ersten und dritten Partie mit dem Springerzug nach f3 und in der fünften Partie mit dem Doppelschritt des c-Bauern eröffnet hatte.

Der Norweger ließ sich nicht auf ein kompliziertes Abspiel ein, sondern gab einer als bekannt remislastig geltenden Variante den Vorzug. In weniger als einer Stunde und 21 gespielten Zügen hatten die Spieler mehr als die Hälfte der Figuren abgetauscht, und eine total symmetrische Stellung deutete auf ein baldiges Unentschieden. Kurze Zeit später entstand ein Bauernendspiel, in dem sich die Spieler nach einem kurzen Augenkontakt auf Remis einigten.

Am Mittwoch ist Ruhetag, die neunte Partie findet am Donnerstag statt. Der mit 2,55 Millionen Dollar (1,89 Millionen Euro) dotierte Wettkampf ist bis zum 28. November auf zwölf Partien angesetzt.