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RB Leipzig:Rangnick kehrt als Trainer zurück

Ralf Rangnick

Ralf Rangnick: Nimmt den Aufstieg selbst in die Hand

(Foto: dpa)

Der Sportdirektor übernimmt beim Fußball-Zweitligisten RB Leipzig eine Doppelfunktion. Pal Dardei bleibt Cheftrainer des Fußball-Erstligiten Hertha BSC. Und Ex-Nationalspieler Thorsten Fink trainiert künftig Austria Wien.

Fußball, 2. Liga: Ralf Rangnick kehrt auf die Trainerbank zurück. Der 56-Jährige übernimmt beim Fußball-Zweitligisten RB Leipzig auch den Posten des Chefcoaches. Das gab der sächsische Verein am Freitag bei einer Pressekonferenz in der Messestadt bekannt. "Ich freue mich auf diese Aufgabe und den Trainingsstart. Es ist in dieser Situation für uns alle die sinnvollste Lösung", sagte Rangnick. Sein Assistent wird der bisherige Interimscoach Achim Beierlorzer. Rangnick hatte im September 2011 sein Traineramt beim Bundesligisten FC Schalke 04 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Seit 2012 hat er als Sportdirektor zunächst für die Red-Bull-Teams Leipzig und Salzburg die Verantwortung. Auf der Trainerbank der Leipziger ist er nun Beierlorzers Nachfolger. Dieser hatte nach dem Ende der Amtszeit von Aufstiegstrainer Alexander Zorniger den Posten übernommen. Den erhofften Durchmarsch in die Bundesliga schaffte er aber nicht mehr. Die Verpflichtung des ehemaligen Mainzer Coachs Thomas Tuchel war nicht zustande gekommen, auch andere Bemühungen brachten keine Lösung. Nun soll es Rangnick als starker Mann in Doppelfunktion richten. Diese gilt zunächst nur die kommende Saison.

Fußball, Bundesliga: Pal Dardai hat einen Vertrag als Cheftrainer von Hertha BSC unterschrieben. "Die Tinte ist gerade trocken. Pal Dardai ist unser neuer Cheftrainer!", schrieb Hertha-Manager Michael Preetz auf Twitter. Bereits am Donnerstagabend hatten Medien über eine Einigung des 39-Jährigen mit dem Berliner Fußball-Bundesligisten berichtet. Über die Vertrags-Details wurde zunächst nichts bekannt. Dardai hat den Hauptstadtclub im Februar als Coach und Nachfolger von Jos Luhukay übernommen und den Abstieg in die zweite Liga verhindert.

Fußball, Bundesliga: Michael Frontzeck bleibt Cheftrainer von Hannover 96. Nach dem Klassenverbleib erhält der Trainer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. Das bestäigte der Klub am Donnerstag auf seiner Homepage. Urspürnglich hatte Frontzeck nur einen Vertrag für fünf Spiele. "Er hat erfolgreiche Arbeit geleistet. Deswegen wollen wir die Zusammenarbeit mit ihm fortführen", sagte 96-Präsident Martin Kind. "Er hat die Mannschaft hervorragend eingestellt und motiviert, er verkörpert Begeisterung und Ehrgeiz." Co-Trainer von Michael Frontzeck bleibt Jan-Moritz Lichte. Darüber hinaus setzt der Klub die Zusammenarbeit mit seinem Sportdirektor Dirk Dufner fort. Dufner, der bei Hannover 96 einen Vertrag bis 30. Juni 2016 besitzt, wird nun die Mannschaftsplanung für die neue Bundesliga-Saison 2015/16 vornehmen. "Die anstehenden Entscheidungen für die Zusammenstellung der Mannschaft besitzen nun oberste Priorität", sagt Kind.

Fußball, 2. Liga: Die SpVgg Greuther Fürth und Trainer Mike Büskens beenden ihre Zusammenarbeit. Wie die Franken wenige Tage nach dem gesicherten Klassenverbleib am Donnerstag mitteilten, informierte Büskens den Klub, dass er ab Sommer nicht mehr zur Verfügung stehen wird. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Engagement auf zwölf Spiele ausgelegt war", sagte der 47-Jährige, der im Februar das Amt von Frank Kramer übernommen hatte. Dank fremder Hilfe hatten die Fürther am letzten Spieltag den Klassenverbleib im deutschen Profi-Unterhaus gefeiert.

"Wir danken Mike Büskens ganz herzlich dafür, dass er in einer sehr schwierigen Situation eingesprungen ist und ganz erheblich dazu beigetragen hat, den Verein in der Liga zu halten", würdigte Präsident Helmut Hack den damaligen Aufstiegstrainer beim Weg in die Bundesliga. "Wir werden nun intensive Gespräche führen und sind zuversichtlich, dass wir zeitnah den Nachfolger vorstellen können", erklärte Michael Mutzel, Direktor Profifußball.

Fußball, Österreich: Thorsten Fink wird neuer Trainer von Austria Wien. Der österreichische Fußball-Traditionsklub holte den deutschen Coach, der bis zuletzt beim zyprischen Rekordmeister Apoel Nikosia Trainer war. Der 47-Jährige bekommt einen Vertrag bis 2017, teilte die Austria mit. Als Trainer hatte Fink besonders in der Schweiz für Aufsehen gesorgt, wo er den FC Basel 2010 und 2011 zum Meistertitel und in die Champions League führte. Nach seinem Engagement in der Schweiz übernahm er den Hamburger SV im Oktober 2011 als Tabellen-Letzter und bewahrte den Traditionsverein vor dem Abstieg. Als Spieler gewann Fink mit dem FC Bayern München unter anderem 2001 die Champions League.