Formel-1-Legende Lungentransplantation bei Niki Lauda

  • Der dreimalige Formel-1-Weltmeister musste sich am Donnerstag in Wien einer Lungentransplantation unterziehen.
  • Grund ist offenbar eine Spätfolge seines schweren Unfalls vor 40 Jahren.
  • Das Krankenhaus teilte mit, dass der Eingriff erfolgreich verlief.

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda hat sich einer Lungentransplantation unterziehen müssen. Der Eingriff bei dem 69 Jahre alten Österreicher wurde am Donnerstag im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Wien vorgenommen, wie die Klinik in Absprache mit der Familie mitteilte. Die Transplantation sei erfolgreich verlaufen, hieß es: "Es ist momentan alles in einem sehr guten Verlauf und wir sind sehr zufrieden", sagte der Leiter der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie, Walter Klepetko, in einer Sendung des ORF. Junge Patienten könnten nach einer solchen Operation meist schon nach zwei oder drei Wochen das Krankenhaus verlassen, erklärte Klepetko. "Bei älteren Patienten dauert es schon länger", sagte der Arzt mit Blick auf Lauda.

Lauda war zuletzt nicht bei den Formel-1-Rennen in Hockenheim (22. Juli) und Ungarn (29. Juli) dabei gewesen. Nach Informationen der Tageszeitung Österreich hatte er sich im Urlaub auf Ibiza eine Sommergrippe eingefangen und wegen der Probleme ins Wiener Klinikum begeben. Nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation war er auf eine normale Station verlegt worden - bis er am Donnerstag einen Rückschlag erlitt.

Laudas Lunge ist seit seinem Unfall auf dem Nürburgring am 1. August 1976 schwer beeinträchtigt, giftige Dämpfe verätzten damals das Organ. Er hatte die Kontrolle über seinen Ferrari verloren, war in eine Felswand gekracht und musste aus dem brennenden Wrack gezogen werden. Als Spätfolge musste sich der Formel-1-Weltmeister von 1975, 1977 und 1984 bereits zwei Nierentransplantationen unterziehen. Nach seiner Karriere als Sportler wurde Lauda erfolgreicher Unternehmer. Der begeisterte Pilot gründete mit Lauda Air seine eigene Fluglinie. Sein Luftfahrtunternehmen Laudamotion wollte sich zunächst nicht weiter zu der Operation äußern.

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