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Nations League:Ansu Fati trifft für Spanien

Jüngster spanischer Torschütze: Ansu Fati.

(Foto: AFP)

Spanien gewinnt und ist Tabellenführer - und Fati der jüngste spanische Torschütze der Geschichte. Alex Zverev erreich bei den US Open nach starker Leistung erstmals ins Viertelfinale.

Meldungen im Überblick

Nations League, Spieltag: Spanien hat in der deutschen Gruppe der Fußball-Nations League dank einer überzeugenden Leistung gegen die Ukraine die Tabellenführung übernommen. Drei Tage nach dem 1:1 gegen die deutsche Mannschaft besiegte der Ex-Weltmeister am Sonntag in Madrid das Team des früheren Europa-Fußballers Andrej Schewtschenko mit 4:0 (3:0). Mit vier Zählern sind die Iberer Erster mit einem Punkt Vorsprung auf die Ukraine, die zum Auftakt mit 2:1 gegen die Schweiz gewonnen hatte. Mit zwei Punkten folgt die deutsche Mannschaft auf Platz drei. Am dritten Spieltag empfängt Spanien am 10. Oktober die Schweiz, Deutschland ist zeitgleich in der Ukraine gefordert.

Kapitän Sergio Ramos brachte die Spanier per Foulelfmeter (3.) sowie einem Kopfball (32.) mit 2:0 in Führung. Der erst 17 Jahre alte Ansu Fati vom FC Barcelona erhöhte auf 3:0 (32.). Das Supertalent vom FC Barcelona ist damit nun der jüngste Torschütze in Spaniens Länderspielgeschichte. Gegen die sehr defensiv agierenden Ukrainer taten sich die Gastgeber danach schwer, ehe der eingewechselte Ferran Torres in der 84. Minute das Tor zum 4:0-Endstand erzielte.

In der Liga B haben Russland und Wales jeweils ihre zweiten Siege gefeiert. Der WM-Gastgeber von 2018 gewann in Budapest gegen Ungarn mit 3:2 (3:0) und festigte nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Serbien Platz eins in der Gruppe 3. Anton Mirantschuk (16.), Magomed Osdojew (35.) und Mario Fernandes (47.) trafen für Russland. Beim Gastgeber waren der Freiburger Bundesliga-Spieler Roland Sallai (63.) und Nemanja Nikolić (71.) erfolgreich. Serbien und die Türkei trennten sich in Belgrad 0:0.

In der Gruppe 4 sicherte Neco Williams mit seinem Treffer in der 5. Minute der Nachspiel den Walisern in Cardiff einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Bulgarien. Das Team um Real Madrid-Star Gareth Bale hatte zum Auftakt mit 1:0 gegen Finnland gewonnen. Die Nordeuropäer setzten sich in Dublin mit 1:0 (0:0) gegen Irland durch und sind mit drei Punkten Tabellenzweiter. Fredrik Jensen (65.) vom FC Augsburg markierte den entscheidenden Treffer.

Tennis, US Open: Alexander Zverev ist mit einer beeindruckenden Vorstellung erstmals ins Viertelfinale der US Open eingezogen. Die 23 Jahre alte deutsche Nummer eins aus Hamburg (Nr. 5) schlug den ungesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 6:2, 6:2, 6:1. In der Runde der besten Acht wartet nun ein Duell mit Borna Coric (Kroatien/Nr. 27) oder Jordan Thompson (Australien).

Zverev präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert und dominierte die Partie gegen seinen 21 Jahre alten Gegner, der in der Weltrangliste auf Rang 99 geführt wird. Er servierte stark und leistete sich kaum einfache Fehler. Schon nach 58 Minuten gewann er den zweiten Satz.

Anfang des dritten Satzes verletzte sich der Spanier am Knöchel und musste behandelt werden, kämpfte aber anschließend weiter. Zverev, der bei den Australian Open im Frühjahr das Halbfinale erreicht hatte, blieb souverän und setzte sich problemlos durch. Nach 1:34 Stunden verwandelte Deutschlands Topspieler seinen ersten Matchball.

Eishockey, NHL: Die New York Islanders sind dank eines bärenstarken Thomas Greiss in das Finale der Eastern Conference in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL eingezogen. Der deutsche Torhüter trug mit 16 Paraden dazu bei, dass sich die Islanders am Samstag (Ortszeit) im entscheidenden siebten Spiel mit 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) gegen die Philadelphia Flyers durchsetzten und somit die Best-of-Seven-Serie mit 4:3 für sich entschieden. Die Treffer erzielten Scott Mayfield (10.), Andy Greene (14.), Brock Nelson (32.) und Anthony Beauvillier (54.).

Der 34-jährige Greiss blieb zum ersten Mal in einem Playoff-Spiel ohne Gegentor. "Es war ein unwirkliches Spiel, die beste Leistung, die ich von unserer Mannschaft je gesehen habe. Meine Teamkollegen haben die meisten Schüsse schon weggenommen. Ich bin glücklich darüber, dass wir gewonnen haben", sagte der Bayer. Sein Trainer Barry Trotz, der auf Tom Kühnhackl verzichtete, lobte den Schlussmann: "Ich wusste, dass er mit seinem Auftreten eine gute Wahl sein würde. Wir sind mit zwei starken Torhütern gesegnet." Vor der nächsten Runde, in der die Islanders auf die Tampa Bay Lightning treffen, müssen die New Yorker von Toronto nach Edmonton umziehen. Das Team aus Florida geht nach dem 4:1-Sieg in der Serie gegen die Boston Bruins ausgeruhter in das NHL-Halbfinale.

Basketball, NBA: Der deutsche Basketball-Nationalspieler Daniel Theis und die Boston Celtics haben im Play-off-Viertelfinale der nordamerikanischen Profiliga NBA ihre hervorragende Ausgangsposition aus der Hand gegeben. Der Rekordmeister verlor das vierte Spiel gegen Titelverteidiger Toronto Raptors mit 93:100 und kassierte in der Best-of-Seven-Serie nach zwei Siegen zum Auftakt den Ausgleich zum 2:2.

Theis kam in knapp 26 Minuten Spielzeit auf acht Punkte und sieben Rebounds. Topscorer der Partie war Bostons Jayson Tatum mit 24 Zählern, bei Toronto glänzten Pascal Siakam (23 Punkte/11 Rebounds) und Kyle Lowry (22/11). Das fünfte Spiel der Serie steigt in der Nacht zu Dienstag (0.30 Uhr MESZ).

Handball, WM: Deutschlands Handballer haben für die Vorrunde der Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten eine lösbare Aufgabe erhalten. Die DHB-Auswahl spielt in der Gruppe A gegen den EM-Neunten Ungarn, Uruguay und den Afrika-Vertreter Kap Verde. Das ergab die Auslosung am Samstagabend in Gizeh.

Die erste Endrunde der Historie mit 32 Mannschaften findet vom 13. bis 31. Januar kommenden Jahres statt. In welchem der vier Spielorte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason seine Vorrundenbegegnungen austragen wird, soll sich erst am Sonntag entscheiden. Die jeweils ersten drei Mannschaften der acht Vorrundengruppen erreichen die Hauptrunde, in der es in vier Sechsergruppen weitergeht. Danach folgt die K.o.-Phase mit Viertelfinale, Halbfinale und den Medaillenspielen.

Formel 2: Mick Schumacher hat in der Formel 2 seinen ersten Saisonsieg gefeiert und ist mittendrin im Titelkampf. Im Hauptrennen von Monza triumphierte der 21 Jahre alte Prema-Fahrer am Samstag nicht zuletzt dank eines perfekten Starts. Es ist Schumachers zweiter Sieg im Unterbau der Formel 1 nach dem Erfolg im Sprintrennen von Budapest 2019. Mit tränenerstickter Stimme suchte Schumacher am Boxenfunk nach Worten - es misslang, nur ein "Grazie" brachte er gerade so heraus. Auch Minuten später im Parc ferme war Schumacher immer noch überwältigt. "Es fühlt sich großartig an", sagte der Prema-Fahrer: "Ich bin sehr glücklich, hier zu stehen. Ich will das erstmal genießen."

In der Meisterschaft verbesserte sich der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister und Ferrari-Legende Michael Schumacher durch seinen siebten Podestplatz der Saison mit 131 Punkten auf Rang drei. Sein russischer Teamkollege Robert Schwarzman und der Brite Callum Ilott (Uni-Virtuosi Racing) sind nur noch drei Zähler voraus.

Formel 1, Monza: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat sich auch die Pole Position für das Formel-1-Heimspiel von Ferrari in Monza geholt. Der britische WM-Spitzenreiter verwies am Samstag mit dem Streckenrekord von 1:18,887 Minuten seinen Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Platz. Für Hamilton war es bereits die sechste Pole dieser Saison und die 94. seiner Karriere. Dritter im Autodromo Nazionale di Monza wurde der überraschend starke Carlos Sainz im McLaren. Sebastian Vettel war in der Qualifikation nur 17. geworden, sein Ferrari-Stallrivale Charles Leclerc auch nur 13.

Triathlon: Triathletin Laura Lindemann hat bei der Sprint-WM in Hamburg Platz drei belegt. Die viermalige deutsche Meisterin aus Potsdam musste sich nach 750 Metern Schwimmen, 18,9 km Radfahren und fünf Kilometern Laufen nur der Britin Georgia Taylor-Brown und Flora Duffy (Bermuda) geschlagen geben.

"Ich bin echt froh, dass eine Medaille rausgekommen ist. Das Rennen war echt hart", sagte Lindemann in der ARD. Die 24-Jährige hatte beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke Probleme beim Anziehen des linken Schuhs und ging lediglich als Elfte auf die Strecke. "Ich war richtig sauer in dem Moment, meine Hände waren so kalt und meine Füße auch, da habe ich noch ein paar Sekunden verloren", so Lindemann, die am Sonntag noch in der Mixed-Team-WM (13.30/ZDF) antritt. Mit einer couragierten Leistung arbeitete sich die 24-Jährige auf den fünf Kilometern dann Stück für Stück nach vorn, konnte die bereits früh enteilten Taylor-Brown und Duffy aber nicht mehr einholen.

Bei den Männern hatte zuvor der Franzose Vincent Luis erneut den Titel gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich auf der Sprint-Distanz in 49:13 Minuten vor dem Portugiesen Vasco Vilaca und Leo Bergere (Frankreich) durch. Bester Deutscher war Lasse Lührs (49:51/Potsdam) auf dem zwölften Rang. Aufgrund der Coronapandemie finden die Wettkämpfe ohne Zuschauer statt, die Weltmeister werden in einem einzigen Durchgang gekürt.

© SZ.de/dpa/sid/chge
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