1860 München Warten auf den Stürmer

Wiedersehen macht Freude: Rubin Okoties erste Annäherungsversuche an den lange vermissten Ball.

(Foto: Ruiz/imago)

Der TSV 1860 München hofft weiter auf die Rückkehr von Torjäger Ruben Okotie. Ob es für einen Einsatz am Samstag gegen Bochum langt, ist fraglich: Am Dienstag musste er das Training erneut abbrechen.

Von Markus Schäflein

"Wollen Ihn Schritt für Schritt heranführen"

Das Comeback von Rubin Okotie dauerte nur eine halbe Stunde. Bevor die Zweikampfübungen bei 1860 München begannen, brach der Torjäger des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten das Training am Dienstagvormittag ab. Am Sonntag war Okotie noch davon ausgegangen, wieder voll ins Mannschaftstraining einzusteigen, am Montag hatten die Ärzte aber zu Vorsicht gemahnt.

"Wir haben noch mal besprochen, dass wir ihn Schritt für Schritt heranführen", erklärte Trainer Torsten Fröhling, "morgen macht er ein bisschen mehr, übermorgen noch ein bisschen mehr." Die noch am Sonntag gehegte Hoffnung, dass Okotie schon im Heimspiel am Samstag (13 Uhr) gegen den VfL Bochum helfen kann, musste Fröhling aufgeben: "So wie es jetzt aussieht, wird ein Einsatz gegen Bochum sehr schwer."

Fröhling will ihn nur einsetzen, "wenn es zu 100 Prozent geht"

In den vergangenen zwei Spielen gegen den FC Erzgebirge Aue (0:1) und Eintracht Braunschweig (0:2) erzielten die Löwen kein Tor und hatten auch nur wenige größere Chancen; dass in seiner Mannschaft aber Torschusspanik herrsche bzw. sie ohne Okotie vorne völlig harmlos sei, "diese Thesen möchte ich so nicht stehen lassen", sagte Fröhling: "Wir werden wieder Tore schießen."

In den fünf Spielen zuvor unter seiner Regie erzielte das Team schließlich immerhin neun Treffer - stets ohne Okotie, der in 21 Liga-Spielen 13 Tore beisteuerte und trotz seiner langen Verletzungspause noch immer auf Rang zwei der Zweitliga-Torjägerliste steht. Er werde Okotie nur einsetzen, "wenn es zu 100 Prozent geht", betonte Fröhling: "Er schadet sich sonst selbst, wenn er die Tore schießen will, aber nicht hinlaufen kann."

"Wir können nicht so weitermachen"

Die Ergebnisse der Konkurrenz vom Wochenende, die 1860 immer noch auf einem Nichtabstiegsplatz halten, hat Fröhling selbstredend mit einer gewissen Erleichterung aufgenommen. "Wir registrieren das schon, für den Kopf ist das besser, und es ist ein kleiner Wink", sagte der Trainer, der am Sonntagnachmittag das Regionalliga-Spiel der U21 gegen Heimstetten (4:0) sah, in dem die Profis Maxi Wittek, Martin Angha und Stephan Hain zum Einsatz kamen, dabei aber immer mal wieder auf die Zweitliga-Ergebnisse auf dem Smartphone schielte.

Er sah das 0:1 von Aue gegen Sandhausen und das 1:1 des VfR Aalen bei Union Berlin. "Aber wir können nicht so weitermachen", sagte Fröhling: "Jetzt haben wir zwei Mal verloren und stehen immer noch auf 15 - jetzt muss es langsam losgehen." Mit dem Toreschießen und dem Punktesammeln - auch ohne Okotie.