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Motorsport:Audi: "Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus"

Formula e Grand Prix of Hong Kong

So sieht die Zukunft aus: Formel-E-Pilot Lucas Di Grassi fährt für das Team Abt, mit dem Audi bereits zusammenarbeitet.

(Foto: Formula E via Getty Images)
  • Audi verabschiedet sich von der Langstrecken-WM und richtet seine Motorsport-Strategie neu aus.
  • Die Ingolstädter steigen bereits im kommenden Jahr als Werksteam in die rein elektrische Rennserie Formel E ein.
  • Das Engagement in der DTM bleibt allerdings bestehen.

Audi verabschiedet sich zum Saisonende von der Langstrecken-WM rund um die legendären 24 Stunden von Le Mans und richtet seine Motorsport-Strategie neu aus. Wie die Ingolstädter mitteilten, steigen sie bereits im kommenden Jahr als Werksteam in die rein elektrische Rennserie Formel E ein. Das Engagement in der DTM bleibt allerdings bestehen. Noch nicht entschieden ist, wie Audi künftig in der Rallye-WM vertreten sein wird.

"Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus", sagt Audis Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler, der die Entscheidung am Mittwochmorgen vor rund 300 Mitarbeitern der Motorsport-Abteilung verkündete: "Wenn unsere Serienautos mehr und mehr elektrisch werden, müssen das unsere Motorsportwagen als technologische Speerspitze von Audi erst recht sein."

"Der Abschied fällt uns extrem schwer", sagt der Motorsportchef

In der seit Anfang Oktober laufenden Formel-E-Saison 2016/17, der dritten seit Gründung der Rennserie, ist Audi derzeit bereits Partner des Teams Abt um den früheren Formel-1-Piloten Lucas di Grassi aus Brasilien und den Allgäuer Daniel Abt. In der Serie stehen bis Ende noch neun weitere Stationen an, darunter Berlin (10. Juni 2017). Bekanntester Fahrer ist der langjährige Formel-1-Pilot Nick Heidfeld.

Mit dem Abschied Audis aus der Langstrecken-WM endet eine höchst erfolgreiche Ära. 13 Mal siegten die Ingolstädter in Le Mans, bei insgesamt 185 Renneinsätzen erzielten die Le-Mans-Prototypen von Audi 106 Siege, 80 Pole-Positions und 94 schnellste Rennrunden. "Nach 18 für Audi außergewöhnlich erfolgreichen Jahren im Prototypen-Rennsport fällt uns der Abschied extrem schwer", sagt Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich.

© SZ.de/sid/fued

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