Mercedes-Pilot Rosberg beklagt Unehrlichkeit in der Formel 1

Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat manchmal die Schnauze voll davon, wie unehrlich es in der Formel 1 zugehe.

(Foto: AFP)

Er selbst gebe Fehler lieber zu, auch wenn er dafür Prügel einstecken müsse, sagt der Mercedes-Pilot. Miroslav Klose schließt eine Rückkehr in die Bundesliga aus.

Formel 1: Nico Rosberg hat eine gewisse Unaufrichtigkeit in der Formel 1 kritisiert und sich mit bemerkenswerten Worten zur Begabung seines Teamrivalen Lewis Hamilton geäußert. "Lewis ist ein Mega-Naturtalent, der sich leider immer wieder darauf ausruhen kann", sagte Rosberg in einer Serie der Bild. "Egal ob er aus New York, Barbados oder Colorado kommt, Lewis steigt in ein Auto und ist einfach schnell." Lange Zeit hatten Hamilton und auch Rosberg das Image der guten Kart-Kumpels gepflegt. Mehr als "viel Respekt" füreinander ist davon aber schon lange nicht mehr übrig geblieben.

Rosberg meinte: "Es geht um Fairness und Sport. Das sollte man nicht vergessen. Du kannst nicht dauerhaft Krieg gegeneinander führen, das raubt Energie und macht keinen Spaß." Das Psychoduell um den Titel ist in dieser Saison aber wieder voll entfacht. Der 31-jährige Hamilton schlug den gleichaltrigen Rosberg bereits in den vergangenen beiden Jahren. Vor dem Heimrennen für Rosberg an diesem Wochenende in Hockenheim nahm Dreifach-Weltmeister Hamilton dem Deutschen zudem die WM-Führung ab.

Rosberg betonte in dem Beitrag, dass er bei Mercedes einen eigenen Weg gehe, "nämlich den, dass ich meine Fehler auch mal zugebe. Irgendwann kommt die Wahrheit sowieso ans Licht". Was oder wen er damit genau meinte, führte Rosberg nicht weiter aus. Er fügte dafür hinzu, dass er selbst lieber gleich alles sage und vielleicht Prügel einstecke, "aber ich kann weiter in den Spiegel schauen". Generell kritisierte Rosberg: "Manchmal habe ich die Schnauze voll davon, wie unehrlich es in der Formel 1 mitunter zugeht."

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Noch ein deutscher Basketballer in der Millionenliga? Der Berliner Maodo Lo spielt derzeit bei den Philadelphia 76ers vor - er hat ein außergewöhnliches Hobby und berühmte Fürsprecher.   Von Jonas Beckenkamp

Fußball: Weltmeister Miroslav Klose, 38, hat eine Rückkehr nach Deutschland als Fußballprofi ausgeschlossen. "Nein", antwortete der Angreifer am Rande eines Benefizspiels in Mainz auf die Frage, ob die Bundesliga für ihn noch einmal eine Option sei. Generell habe er "viele Möglichkeiten", merkte der frühere Torjäger vom 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen, Bayern München und zuletzt Lazio Rom an - eine sei auch das Karriereende: "Ich muss erst noch die Entscheidung treffen, ob ich weitermache. Das ist die grundsätzliche Entscheidung, und die wird demnächst fallen."

Kloses Vertrag bei Lazio war nach fünf Jahren am 30. Juni ausgelaufen. Sollte er doch weitermachen, gilt ein Engagement in der Major League Soccer in den USA als wahrscheinlichste Adresse für den Rekordtorschützen des Deutschen Fußball-Bundes.

Lukas Podolski: Vor dem Hintergrund der jüngsten Gewaltwelle in der Türkei hat Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski ein klares Bekenntnis zu seinem Verein Galatasaray Istanbul vermieden. "Die Medien können spekulieren. Ich treffe meine Entscheidung selbst. Erstmal genieße ich meinen Urlaub", sagte der EM-Teilnehmer bei einem Benefizfußballspiel in Mainz. Auf Nachfrage, ob es für ihn definitiv beim türkischen Renommierklub weitergehe, meinte er knapp: "Das habe ich nicht gesagt." Er müsse allerdings "auch nicht nachmachen, was andere tun. Ich habe meinen eigenen Kopf, bin alt genug", führte Podolski mit Blick auf Mario Gomez aus. Der Nationalmannschaftskollege des 31-Jährigen hatte in der Vorwoche wegen Bedenken um seine Sicherheit eine Zukunft bei Meister Besiktas Istanbul ausgeschlossen.

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Angreifer Podolski war erst im vergangen Sommer zu Galatasaray gewechselt, bei den Gelb-Roten steht er noch bis 2018 unter Vertrag. In der Millionenstadt Istanbul war es Mitte Juli zu einem Putschversuch des Militärs gegen das Regime von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gekommen, bei dem knapp 300 Menschen starben. In den Monaten zuvor war die Metropole zudem Schauplatz mehrerer Terrorakte, erst Ende Juni verloren bei einem Selbstmordanschlag im Atatürk-Flughafen mehr als 40 Menschen ihr Leben.