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Leichtathletik-EM:Gold für Przybylko und Mihambo

24th European Athletics Championships - Day Five

Mateusz Przybylko feiert seinen Europameistertitel.

(Foto: Getty Images)
  • Große Überraschung im Hochsprung: Der Deutsche Mateusz Przybylko wird bei der Leichtathletik-EM in Berlin neuer Europameister.
  • Wenige Minuten später wird Malaika Mihambo Europameisterin im Weitsprung.
  • Hier geht es zum Zeitplan der Leichtathletik-EM.

Zwischen diesen beiden Goldmedaillen lagen am Samstagabend nur wenige Minuten: Erst holte der deutsche Hochsprung-Meister Mateusz Przybylko bei der Leichtathletik-EM in Berlin überraschend Gold - wenig später legte Weitspringerin Malaika Mihambo nach. Auch sie sicherte sich den Europameister-Titel.

Przybylko, 26, übersprang unter dem großen Jubel der Fans im Olympiastadion 2,35 Meter im ersten Versuch. Silber ging an den Weißrussen Maxim Nedasekau (2,33), Bronze an den neutralen Athleten Ilja Iwanjuk aus Russland (2,31).

Przybylko versuchte sich danach noch einmal vergeblich an der neuen deutschen Rekordhöhe von 2,38 Meter. 24 Stunden nach Bronze durch Marie-Laurence Jungfleisch war es die zweite Hochsprung-Medaille für das deutsche Team bei den Heim-Titelkämpfen. Przybylko ist der zweite deutsche Hochsprung-Europameister nach Dietmar Mögenburg (1982).

Weitsprung: Mihambo beerbt Drechsler

Auch Mihambo hat den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Die 24-Jährige kam im dritten Versuch auf 6,75 Meter und verwies damit Maryna Bech (Ukraine/6,73) und Shara Proctor (Großbritannien/6,70) auf die Plätze zwei und drei. "Diesmal habe ich es mir schwer gemacht", sagte sie im ZDF. Mihambo hatte bereits vor zwei Jahren in Amsterdam Bronze geholt.

Die letzte EM-Goldmedaille einer deutschen Weitspringerin gewann Heike Drechsler, die zwischen 1986 und 1998 insgesamt viermal in Serie triumphiert hatte. Sosthene Moguenara (Wattenscheid) und Alexandra Wester (Köln) waren in der Qualifikation ausgeschieden.

Mihambo nutzte die Gunst der Stunde: Titelverteidigerin Ivana Spanovic (Serbien) war wegen eines Teilrisses der Achillessehne, den sie sich in der Qualifikation zugezogen hatte, nicht am Start. Die europäische Jahresbeste Lorraine Ugen (Großbritannien/6,45) wurde nur Neunte.

Diskus: Silber für Müller, Bronze für Craft

Die Diskuswerferinnen Nadine Müller und Shanice Craft haben die Silber- und Bronzemedaille gewonnen. Sie mussten sich nur der Kroatin Sandra Perkovic geschlagen geben. Die zweimalige Olympiasiegerin siegte mit 67,62 Metern und sicherte sich ihren fünften EM-Titel.

Nadine Müller aus Halle/Saale kam auf 63,00 Meter und war damit 54 Zentimeter besser als die Mannheimerin Shanice Craft. Die Neubrandenburgerin Claudine Vita verpasste als Vierte nur knapp eine Medaille.

Deutsche Staffeln verpassen Medaillen

Die deutschen 4x400-Meter-Staffeln haben dagegen die Medaillenränge klar verpasst. Platz sechs gab es für das Frauen-Quartett mit Nadine Gonska, der kurz zuvor noch im Finale über 200 Meter gestarteten Laura Müller, Karolina Pahlitzsch und Hannah Mergenthaler, das in 3:30,33 Minuten ins Ziel kam. Gold holte die Staffel Polens (3:26,59) vor Frankreich (3:27,17) und Großbritannien (3:27,40). Die deutsche Männerstaffel war zuvor nicht über den achten und damit letzten Platz im Finale hinausgekommen.

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