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Kreisliga:Amateur-Fußballer wird vier Spiele gesperrt - wegen Facebook-Kommentars

Schiedsrichter zeigt rote Karte

Symbolbild

(Foto: dpa)

Er hatte den Schiedsrichter im sozialen Netzwerk beleidigt. Kreative Versuche, sich aus der Sache rauszureden, schlugen fehl.

Dass ein böswilliger Kommentar gegen den Schiedsrichter auch nach einer Partie zu einer Sperre führen kann, das weiß zum Beispiel Lothar Matthäus. Nach einem Bundesligaspiel rastete Matthäus vor Kameras aus, bezeichnete die Leistung des Unparteiischen Hellmut Krug als "Frechheit". Ergebnis: ein Spiel Pause. Nun wurde Marco Eichmeier, Spieler der SpVgg Oberaußem-Fortuna (Kreisliga, in der Nähe von Köln), ebenfalls nachträglich gesperrt. Wegen einer Schiedsrichter-Beleidigung via Facebook.

Die Geschichte geht nach Angaben des Portals Rheinfussball.de so: Trainer Tamer Altunay und einige seiner Spieler waren zur Spruchkammer des Fußballkreises Rhein-Erft bestellt worden, eigentlich ging es um eine ganz andere Sache. Unabhängig von dem Verfahren legte aber ein Schiedsrichter, der für eine Aussage vor Ort war, dem Spruchkammer-Vorsitzenden einen Screenshot auf seinem Handy vor.

Schiedsrichter als "Penner" bezeichnet

Dieser zeigte einen Spielbericht auf der Facebook-Seite des Kreisligisten. Darunter bezeichnete Eichmeier den Unparteiischen der Begegnung als "Penner". Die Spruchkammer leitete daraufhin ein Verfahren gegen den Spieler ein. Dieser wurde nun für vier Spiele gesperrt.

Der Klub wurde aufgefordert, den Beitrag mit sämtlichen Kommentaren aus dem sozialen Netzwerk umgehend zu löschen. Durchaus ambitionierte Versuche, die Sperre abzuwenden, ließ die Spruchkammer nicht gelten. "Da half es auch nicht, dass wir argumentieren, ein Penner sei laut Duden nur ein Mensch der viel schläft und damit keine Beleidigung", erklärte Trainer Altunay.

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