Interview mit dem Schwimmer Paul Biedermann "Der Verband soll Talente fördern, nicht vergraulen"

Paul Biedermann.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Der frühere Schwimm-Weltmeister Paul Biedermann über die Leistungssportreform, ihre Folgen - und ob der Sport eine Zukunft hat, wenn der Nachwuchs ständig vor dem Bildschirm sitzt.

Von Claudio Catuogno

Biedermann neben Phelps. Biedermann neben dem Papst. Es waren diese Bilder aus dem Sommer 2009, die den Schwimmer Paul Biedermann einem größeren Publikum bekannt machten. Der Praktikant der Wasserwerke Halle (Saale), der bei der WM in Rom zwei Goldmedaillen gewann, der Michael Phelps besiegte, den Super-Olympioniken, und der danach Benedikt XVI. eine lustige Schirmmütze überreichte. Später bildete Biedermann dann mit Britta Steffen für eine Weile das sog. "Traumpaar des deutschen Schwimmens". Das alles ist eine Weile her. In Rio im ...