Deutschland bei der WMWo bei den Handballern noch Potenzial verborgen liegt

Das deutsche Team will ins WM-Halbfinale. Was läuft gut, was muss dringend besser werden? Ein Rundgang durch den Kader.

Von Saskia Aleythe, Berlin

Die Torhüter

Wer nach dem ersten gehaltenen Ball beim Stand von 0:0 jubelt, als hätte er schon den Pokal gewonnen, muss ein besonderer Typ sein. "Die Halle ist explodiert, er ist explodiert, das war Wahnsinn. Diese Bühne macht er zu seiner Bühne", sagte Co-Trainer Alexander Haase über Andreas Wolff nach der Partie gegen Brasilien. So nutzt er den Heim-Vorteil wohl wie kein Zweiter. Mit zwei Paraden war er gegen die Russen ins Spiel gestartet, das Publikum johlte, die Abwehrspieler wirkten noch motivierter.

Wolff hilft nicht nur sportlich mit gehaltenen Bällen seinem Team enorm weiter, sondern auch emotional. Die Energie, die er beim Toben loswird, scheint sich auf die Mannschaft zu übertragen. Mit einer Quote von 39 Prozent abgewehrter Würfe liegt er auf Rang fünf bei den besten Torhütern des Turniers. Sein Ersatzmann Silvio Heinevetter ist mit der letzten Vorrundenpartie auch im Turnier angekommen, er stand aber auch vorher schon bereit, wenn Wolff Pausen benötigte. Wer Potenzial nach oben suchen möchte, findet es bei beiden Torhütern beim Abwehren von Siebenmeterwürfen: Bei 19 Versuchen landete der Ball 17 Mal im Netz.

Bild: Bongarts/Getty Images 19. Januar 2019, 14:382019-01-19 14:38:10 © SZ.de/tbr