Die WM-Abschluss-Pressekonferenz des deutschen Handball-Präsidenten Andreas Michelmann war eigentlich schon zu Ende, da sagte der 64-Jährige: "Ich würde gerne noch etwas ansprechen." Ihm sei auch egal, wenn das dem Weltverband nicht gefalle, aber ihn ärgere, dass vor der Weltmeisterschaft in Dänemark eigens die Kleiderordnung geändert worden sei, damit die iranischen Frauen "mit ihren Kopftüchern und den langen Hosen" teilnehmen können. Für ihn gelte im Sport, dass es Regeln gebe und dass sich jeder, der teilnehmen will, daran zu halten habe. "Hier habe ich das Gefühl, dass wir vor den Mullahs eingeknickt sind." Michelmann fuhr fort: "Bis auf das Gesicht sind die iranischen Frauen sozusagen in Vollverhüllung angetreten." Er halte solche Kleidung in einem "kraftraubenden und schweißtreibenden Sport" für "unpassend". Er wünsche sich, dass der Sport "unabhängig von politischen und religiösen Bekenntnissen" sei.
Nach sechs Niederlagen gewann Iran sein Platzierungsspiel gegen Grönland und wurde somit 31. und Vorletzter.