Europameisterschaft:Fünf weitere deutsche Handballer positiv getestet

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Europameisterschaft: Torwart Andreas Wolff und mindestens sechs weitere deutsche Spieler müssen wegen positiver Coronatests pausieren.

Torwart Andreas Wolff und mindestens sechs weitere deutsche Spieler müssen wegen positiver Coronatests pausieren.

(Foto: Axel Heimken /imago images/Kolektiff)

Im EM-Gruppenspiel gegen Polen fallen bei der deutschen Handballnationalmannschaft mindestens sieben Spieler wegen positiver Coronatests aus, darunter Torwart Andreas Wolff. Bundestrainer Gislason nominiert fünf Spieler nach.

Vor dem abschließenden Vorrundenspiel bei der Europameisterschaft gegen Polen sind fünf weitere Spieler am Montag positiv getestet worden. Betroffen sind Torwart Andreas Wolff, die Rückraumspieler Kai Häfner und Luca Witzke sowie die Außen Timo Kastening und Lukas Mertens. Nachdem sich zuvor bereits Julius Kühn und Hendrik Wagner mit dem Coronavirus infiziert hatten, fallen insgesamt sieben Akteure für die Partie an diesem Dienstag (18.00 Uhr/ZDF) in Bratislava aus.

Nach Angaben des Deutschen Handballbundes haben sich alle Betroffenen auf ihren Einzelzimmern im Teamhotel in Isolation begeben. Der Verband befinde sich momentan bezüglich möglicher Nachnominierungen mit Spielern, Bundesligavereinen und der Europäische Handball Föderation (EHF) im Austausch. Bundestrainer Alfred Gislason kann bei der EM aus einem Anfang Dezember gemeldeten Pool von 35 Spielern auswählen. Den PCR-Test hatte die deutsche Mannschaft am Montagvormittag absolviert.

Als Ersatz nominierte Gislason am späten Montagabend Torwart Johannes Bitter vom HSV Hamburg sowie die Feldspieler Fabian Wiede, Paul Drux (beide Füchse Berlin), Rune Dahmke (THW Kiel) und Sebastian Firnhaber (HC Erlangen) nach. Das Quintett kann gegen Polen aber nur zum Einsatz kommen, wenn es vorher einen negativen PCR-Test vorlegt.

Bereits am Montagmittag war der Corona-Fall von Wagner bekannt geworden, der erst am Sonntag in Bratislava eingetroffen war und eigentlich den bereits in Quarantäne befindlichen Julius Kühn ersetzen sollte. Der Zweitliga-Profi von den Eulen Ludwigshafen habe aber keinen Kontakt zu seinen Mitspielern oder dem Rest der deutschen Delegation gehabt, teilte der DHB mit. "Ich verstehe die Welt nicht mehr", sagte Wagner. "Mir geht es aktuell körperlich gut, aber die letzten Stunden waren eine emotionale Achterbahnfahrt."

Alle positiv getesteten Spieler müssen laut der Turnierregeln mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben. Erst danach könnten sie sich mit zwei negativen PCR-Tests an zwei aufeinanderfolgenden Tagen freitesten. Für die deutsche Mannschaft bedeutet dies eine erhebliche sportliche Schwächung. Im Duell mit den ebenfalls noch ungeschlagenen Polen, die im Vorfeld der Endrunde in Ungarn und der Slowakei ebenfalls mehrere Corona-Fälle in ihrem Team verzeichnet hatten, geht es um wichtige Punkte für die Hauptrunde.

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