DFB-Frauen in der EinzelkritikPopp beschenkt sich selbst

Die Kapitänin muss in ihrem 100. Länderspiel aber zittern, Svenja Huth versucht es wie Giroud und Klara Bühl rennt mit den Vögeln: Die DFB-Elf in der Einzelkritik.

Von Tim Brack, Grenoble

Almuth Schult

Ist in der deutschen Mannschaft ja für Statistiken zuständig, beschäftigte sich vor dem Achtelfinale bereits mit allen möglichen Konstellationen. Dürfte über den Gegner Nigeria dann auch gehört haben, dass er in der Gruppenphase die wenigsten Schüsse aller Achtelfinalisten abgegeben hatte. Das versprach einen ruhigen Nachmittag für die Torhüterin. Musste zu Beginn dann unerwartet oft eingreifen, hier einen Ball abfangen, da eine Flanke aus der Luft greifen. Machte das alles ohne Probleme. Rannte beim Tor von Popp schnurstracks zur Bank, um zu feiern. Konnte sich danach in Ruhe die Alpen anschauen, auf einem der Berge liegt eine Festung. Einen Sturm auf die deutsche Bastille gab es nicht mehr wirklich, höchstens einen kleinen Wind. Kein Problem für Schult.

Bild: Maja Hitij/Getty Images 22. Juni 2019, 20:162019-06-22 20:16:10 © SZ.de/ebc