Fußball Videobeweis kommt auch in der 2. Liga

Den Videobeweis gibt es ab der Saison 2019/20 auch in der 2. Liga.

(Foto: dpa)

Das Hilfsmittel wird ab der kommenden Saison eingesetzt. Biathletin Franziska Preuß wird in Oslo Zweite im Sprint. Markus Eisenbichler stellt den deutschen Skiflug-Rekord ein.

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2. Bundesliga: Der Videobeweis wird ab der kommenden Saison 2019/20 auch in der 2. Fußball-Bundesliga eingesetzt. Das entschieden die 18 Zweitligisten am Donnerstag in Frankfurt am Main. Bislang läuft noch die "Offline"-Testphase, in der die Video-Assistenten nicht ins Spielgeschehen eingreifen dürfen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) "leitet somit ab sofort alle notwendigen Maßnahmen ein, damit - nach statuarischer Umsetzung durch die Mitgliederversammlung im Mai 2019 - zum Saisonstart der 2. Bundesliga am 26. Juli die Video-Assist-Technologie zur Verfügung steht", teilte die DFL mit.

Unter anderem müssen die Zweitliga-Stadien (sofern noch nicht geschehen) per Glasfaser mit dem Kontrollzentrum in Köln verbunden werden. Der "Video-Keller" muss zudem entsprechend erweitert werden. Im Zuge der "Offline"-Testphase seien "bereits 70 weitere Video-Assistenten aus dem Pool der Schiedsrichter der 2. Bundesliga und der Assistenten der Bundesliga für Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga ausgebildet" worden, teilte die DFL mit.

Die Bundesliga hatte den Videobeweis zur Saison 2017/18 eingeführt, was seitdem zu etlichen, mehr oder weniger emotionalen Diskussionen geführt hat. In der Hinrunde der laufenden Spielzeit wurden 40 Fehlentscheidungen der Schiedsrichter verhindert. In den bis Weihnachten 153 Bundesligaspielen gab es insgesamt 879 durch den Video-Assistenten überprüfte Situationen (5,7 pro Spiel).

Die Technik in der 2. Liga wird die gleiche sein wie in der Bundesliga. Das DFL-Präsidium verlängerte die Zusammenarbeit mit dem Technologie-Unternehmen Hawk-Eye Innovations bis 2022. Im Laufe des Auswahlverfahrens waren die Technologien von fünf verschiedenen Anbietern unter Live-Bedingungen geprüft worden.

Biathlon, Oslo: Franziska Preuß hat beim Weltcup-Finale in Oslo ihren zweiten Karrieresieg nur knapp verpasst. Vier Tage nach Ende der WM in Östersund musste sich die 25-Jährige aus Haag nach einer fehlerfreien Schießleistung im Sprint über 7,5 Kilometer nur Weltmeisterin Anastasiya Kuzmina um 21,2 Sekunden geschlagen geben. Die Slowakin (1 Strafrunde) sicherte sich auch die kleine Kristallkugel im Sprint-Weltcup.

Rang drei ging an Kuzminas Landsfrau Paulina Fialkova (0/25,1 Sekunden zurück), Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) wurde trotz zweier Strafrunden Fünfte. Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/0) landete auf Rang 20, Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/1) wurde 25. Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) musste sich nach ebenfalls zwei Fehlern am Schießstand mit Rang 27 zufrieden geben.

Skispringen: Der dreimalige Weltmeister Markus Eisenbichler hat seinen deutschen Skiflug-Rekord in Planica eingestellt. Eisenbichler flog am Donnerstag in der Qualifikation auf 248 Meter und damit genauso weit wie vor zwei Jahren. Im Auslauf jubelte der 27-Jährige, der in Seefeld Gold in Einzel, Mixed und Teamspringen gewann, ausgelassen. Für den Sieg in der Quali reichte es aber nicht, weil der Japaner Ryoyu Kobayashi mit noch weniger Anlauf ebenfalls auf 248 Meter flog und damit seine eigene Bestmarke verbesserte. Dritter wurde der Slowene Timi Zajc (239 Meter).

Neben Eisenbichler haben sich auch Richard Freitag (12.), Karl Geiger (13.), Andreas Wellinger (17.) und Constantin Schmid (19.) für das vorletzte Einzel in diesem Winter am Freitag qualifiziert. Pius Paschke und Martin Hamann verpassten den Sprung unter die besten 40 als 51. und 57. deutlich.

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