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Fußball:VfB Stuttgart schenkt Bielefeld Freibier

Arminia Bielefeld - Eintracht Braunschweig

Bielefelds Julian Börner: Einer von sechs Torschützen gegen Braunschweig

(Foto: dpa)

Ein hoher Sieg der Ostwestfalen hatte Anteil am Stuttgarter Aufstieg. Gladbachs Christoph Kramer kritisiert den Transfermarkt. Das Fechtzentrum Tauberbischofsheim verliert den Status als Olympiastützpunkt.

VfB Stuttgart, Freibier: Als Dank für die Schützenhilfe in der vergangenen Saison schenkt der VfB Stuttgart den Fans von Arminia Bielefeld fast 2000 Liter Freibier. Analog zum VfB-Gründungsjahr werden beim kommenden Testspiel der Arminia am Freitag gegen Norwich City 1893 Liter Bier kostenlos ausgeschenkt. Das teilten die Bielefelder am Donnerstag mit. Stuttgarts Präsident Wolfgang Dietrich bedankte sich damit für den 6:0-Sieg der Ostwestfalen gegen Eintracht Braunschweig am vorletzten Spieltag in der abgelaufenen Saison der 2. Fußball-Bundesliga. Nach dem überraschend deutlichen Erfolg der Arminia gegen den Mitaspiranten um den Aufstieg war dem VfB die direkte Bundesliga-Rückkehr praktisch nicht mehr zu nehmen gewesen.

Fußball, Christoph Kramer: Auch Fußball-Weltmeister Christoph Kramer sieht den aktuellen "Wahnsinn" auf dem Transfermarkt kritisch. "Das ist schon brutal und nicht mehr wirklich, was für Summen da im Raum stehen. Es war früher schon nicht mehr greifbar für den normalen Menschen, wenn ein Spieler acht Millionen gekostet hat. Aber wenn jetzt Paris St. Germain 222 Millionen für Neymar bietet, das ist unwirklich. Ich finde das schade", sagte Kramer dem Sport-Informations-Dienst.

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Stürmer Alvaro Morata wechselt für angeblich 80 Millionen Euro zu Chelsea. Werder Bremen muss um den Verbleib von Max Kruse bangen. Köln holt ein Abwehr-Talent aus Spanien.

Der 26-Jährige, der bei seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach 2016 selbst 15 Millionen Euro Ablöse gekostet hatte, betonte: "Kein Mensch der Welt ist mehrere Millionen wert. Aber im Fußball sind das die normalen Preise. Es ist einfach momentan ein Wettbieten, und kein Ende in Sicht. Als Verein musst du auf den Zug aufspringen, sonst hast du irgendwann keine Spieler mehr, weil ein anderer mehr bietet."

Fechten, Tauberbischofsheim: Das Fechtzentrum Tauberbischofsheim verliert nach 31 Jahren seinen Status als Olympiastützpunkt. Das teilte der Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) mit. Gründe dafür seien unter anderem, dass in dem weltbekannten Zentrum weniger als 100 Kaderathleten betreut werden, zudem ist dort nur eine Sportart beheimatet. Zukünftig wird Tauberbischofsheim als Bundesstützpunkt eingestuft.Der Fechtclub Tauberbischofsheim als tragender Verein des Stützpunkts hat sich allerdings geweigert, die gemeinsame Vereinbarung zwischen Bund, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem LSV und den Olympiastützpunkten in Baden-Württemberg zu unterzeichnen. Welche juristischen Konsequenzen dieses Nein nach sich zieht, wird derzeit noch geprüft. Zudem soll es noch weitere Gespräche geben.

Fußball, Marcel Schmelzer: Borussia Dortmund muss vorerst auf Kapitän Marcel Schmelzer verzichten. Wie der Pokalsieger am Donnerstag mitteilte, hat sich der 29 Jahre alte Außenverteidiger einen Außenband-Teilriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Das ergab eine medizinische Untersuchung nach der Rückkehr des BVB von der Asien-Reise. Schmelzer hatte die Verletzung bereits am Dienstag bei einer Trainingseinheit in China erlitten. "Ziel der medizinischen Abteilung ist es, dass er in vier Wochen, also zum Ligastart in Wolfsburg, wieder voll einsatzfähig ist", hieß es in einer Erklärung des Fußball-Bundesligisten.

Damit setzt sich das Verletzungspech des Tabellendritten der vergangenen Saison fort. In Julian Weigl, Raphael Guerreiro und Marco Reus fallen drei Leistungsträger noch über Monate aus. Als Ersatz für die etatmäßigen Linksverteidiger Schmelzer und Guerreiro stehen Erik Durm und Felix Passlack zur Verfügung. Darüber hinaus wäre Neuzugang Dan-Axel Zagadou eine Alternative.

Leichtathletik: Hammerwerfer Sergej Litwinow zählt zu den weiteren acht Leichtathleten aus Russland, die unter neutraler Flagge bei der WM im August in London antreten dürfen. Litwinow startete von 2008 bis 2010 für Deutschland und erreichte in dieser Zeit den Endkampf bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin.

Wie der Weltverband IAAF am Donnerstag mitteilte, erhielten die Starterlaubnis zudem Ilja Iwaniuk (Hochsprung), Alena Lutkowskaja (Stabhochsprung), Danil Lisenko (Hochsprung), Sofia Palkina, Waleri Pronkin (beide Hammerwurf), Wladislaw Sarajkin (Gehen) und Jekaterina Sokolenko (3000 Meter Hindernis).

Der heute 31 Jahre alte Litwinow startete einst für den VfB Komet Bremen und die LG Eintracht Frankfurt. 2009 gewann der Sohn des gleichnamigen Olympiasiegers von 1988 und zweimaligen Weltmeisters den deutschen Meistertitel. Bei der WM 2015 in Peking erreichte er für Russland den fünften Platz.Nach Aufdeckung des flächendeckenden Dopings in Russland und der Suspendierung des nationalen Leichtathletik-Verbandes durch die IAAF hat Litwinow sich kritisch zum Sportbetrug in seinem Land geäußert.

Die Anti-Doping-Prüfkommission hatte zuletzt 63 Startrechtanträge geprüft und acht weitere genehmigt. Insgesamt hat die IAAF in diesem Jahr 47 Anträgen stattgegeben, von denen neun speziell für die Teilnahme an der U18-WM und zwei an der U20-EM genehmigt wurden.

Basketball, Maximilian Kleber: Die deutschen Basketballer müssen bei der Europameisterschaft nun definitiv auf NBA-Neuling Maximilian Kleber verzichten. Wie der Deutsche Basketball Bund am Donnerstag mitteilte, erhält der 25 Jahre alte neue Teamkollege von Dirk Nowitzki keine Freigabe von den Dallas Mavericks und soll sich individuell auf die Saison in der NBA vorbereiten. Die EM findet vom 31. August bis zum 17. September in Finnland, Israel, Rumänien und der Türkei statt.

"Ich hätte in diesem Sommer sehr gerne für Deutschland gespielt, denn ich fühle mich bei der Nationalmannschaft immer sehr wohl. Aber ich bin jetzt an einem ganz wichtigen Punkt meiner Karriere mit einer neuen, großen Herausforderung angelangt und möchte alles dafür tun, dass sich mein Traum von der NBA erfüllt", erklärte Kleber, der den Bundesligisten FC Bayern München verlässt.