Deutsche U21:Die Serben "waren nicht ganz so stark" - trotz Luka Jovic

Richter, 21, ist 1,76 Meter groß, Waldschmidt, 23, misst 1,81 Meter, beide sind eher schmächtig, das sah man am Donnerstag besonders deutlich im Vergleich mit dem bulligen Luka Jovic, vor rund zwei Wochen als angeblich 70 Millionen Euro teurer Transfer von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid vorgestellt. Wie die ganze serbische Mannschaft spielte Jovic allerdings scheinbar ohne große Motivation.

"Sie waren nicht ganz so stark", sagte Mittelfeldspieler Florian Neuhaus höflich über den Gegner, der mit viel zu großen Abständen verteidigte und ohne Plan angriff. Unglaublich viel sagt ein Sieg über einen so einfach geschlagenen Gegner für die Zukunft nicht aus. Aber wenn, dann zeigte es, dass viele Waldschmidts manchmal mindestens so viel Wert sein können wie ein Horst.

"Ich probiere ganz vorne zu bleiben, aber auch immer wieder ins Mittelfeld zu kommen", so hat Waldschmidt unter der Woche seine Rolle beschrieben. Beim SC Freiburg, wo er in der vergangenen Saison neun Tore schoss und laut Kuntz zum Führungsspieler reifte, lässt er sich eher zurückfallen, spielt als hängende Spitze. Am Donnerstag half ihm, dass sich Dahoud mehr in den Spielaufbau einschaltete als noch gegen Dänemark, dass der am Donnerstag famose Neuhaus als zweiter sogenannter Achter in die gefährlichen Räume im Angriff vordrang und Chance um Chance einleitete. Ja es half sogar, dass Torwart Alexander Nübel die Abwehrkette nach vorne schob, so erklärte es Kuntz. Er sagte: "Die guten Räume anlaufen, rechtzeitig spielen, relativ viel Bewegung drin haben. Da sind die Jungs richtig gut drin."

Dass er vor dem Turnier einen Torjäger vermisste und nun gleich zwei im Team hat, das könne zwei Dinge bedeuten, sagte er. Entweder: "Ich kann meine Mannschaft nicht einschätzen." Oder: "Wir hatten die richtigen Ideen, wie wir die Qualität, die wir haben, gut auf die Straße bringen." Er lachte. Dann entschied er sich für die zweite Option.

© SZ.de/ebc
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