Fußball:Chancenwucher in Lissabon

Lisbon, Portugal, Oct 5th 2021: Ana Seica (3 Benfica Lisbon) and Maximiliane Rall (8 FC Bayern Munich) during the Uefa W

Auch eine Chance vergeben: Maximiliane Rall (rechs, gegen Ana Seica).

(Foto: Sven Beyrich/Sports Press Photo/imago)

Die Fußballerinnen des FC Bayern kommen beim Champions-League-Auftakt bei Benfica nicht über ein torloses Remis hinaus. Das verpasst der makellosen Bilanz vor dem Spitzenspiel gegen Hoffenheim einen ersten kleinen Knacks.

Von David Hopper

Chancen hatten sie wahrlich genug. Aber irgendwie wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Dabei boten sich den Fußballerinnen des FC Bayern München beim Champions-League-Auftakt bei Benfica Lissabon bereits in der ersten Spielhälfte zahlreiche hochkarätige Chancen. In der 14. Minute scheiterte Nationalspielerin Lea Schüller nach überragender Vorarbeit von Viviane Asseyi am Außennetz, in der 34. Minute an der starken Benfica-Keeperin Leticia. Auch Maximiliane Rall konnte den Ball kurz vor der Pause nicht im Tor unterbringen. Selbst in der zweiten Hälfte, in der das Durchkommen gegen die kompakte Hintermannschaft von Benfica immer schwieriger wurde, hatten die Bayern noch mehrere gute Szenen. Aber Schüllers spektakulärer Seitfallzieher klatschte fünf Minuten vor Spielende eben nur ans Tordreieck. Das Tor der Japanerin Saki Kumagai war kurz vorher wegen eines Handspiels zurückgepfiffen worden. Immer war irgendwer im Weg, immer kam irgendwas dazwischen. Obwohl die Bayern über große Teile des Spiels deutlich überlegen waren, fiel einfach kein Treffer - 0:0.

"Wir hatten nicht die Effizienz vor dem Tor", ärgerte sich Trainer Jens Scheuer daher auch einen Tag später noch. "Es waren Kleinigkeiten. Wir haben ein, zwei Prozent vermissen lassen." Mit dem Punkt sei man daher nicht zufrieden, nehme ihn aber gerne mit: Seit dieser Saison wird schließlich auch die Champions League der Frauen zuerst in einer Gruppenphase ausgespielt. "Der Punkt kann am Ende nicht ganz unwichtig sein", fand daher auch Scheuer.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt Trainer und Mannschaft sowieso nicht. Am 14. Oktober steht mit dem Heimspiel gegen den schwedischen BK Häcken schon der zweite Spieltag der Champions League an. Und am Sonntag empfängt der FCB in der Bundesliga zunächst die TSG Hoffenheim zum Spitzenspiel. Dann können die Münchnerinnen, die mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 21:0 in die Liga gestartet sind, beweisen, dass sie das Toreschießen normalerweise besser können als in Lissabon. Gegen die Hoffenheimerinnen, die ihren Champions-League-Auftakt mit 5:0 gegen den HB Köge aus Dänemark gewonnen haben, werden sie sich allerdings steigern müssen.

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