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Fußball-Bundesliga:VfB Stuttgart: Hickhack um Huntelaar

Kommt der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar zum VfB Stuttgart - oder kommt er nicht? Nach Zeitungsberichten ist der Deal perfekt, die Schwaben schweigen.

Der Wechsel des niederländischen Nationalstürmers Klaas-Jan Huntelaar von Real Madrid zum VfB Stuttgart ist angeblich perfekt. Die spanische Sportzeitung Marca meldete am Donnerstag, die beiden Vereine hätten sich geeinigt. Real habe das 20 Millionen Euro umfassende Angebot des Fußball-Bundesligisten akzeptiert. Ein VfB-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: "Wir geben dazu keinen Kommentar ab."

Klaas Jan Huntelaar und der VfB Stuttgart stehen angeblich kurz vor einer Einigung.

(Foto: Foto: AP)

Laut Marca fehlt nur noch die Zustimmung Huntelaars. "Er wird das letzte Wort haben", zitierte die Zeitung dessen Berater Arnold Oosterveer. "El Cazador" ("der Jäger"), so der Spitzname des 25 Jahre alten Torjägers, wird am Donnerstag aus dem Urlaub zurückerwartet. Dann soll er sich entscheiden.

Huntelaar hat nach den spektakulären Einkäufen der Madrider keine Chancen mehr auf einen Stammplatz. Real verpflichtete Cristiano Ronaldo für die Rekordsumme von 94 Millionen Euro, den brasilianischen Superstar Kaká und den französischen Nationalstürmer Karim Benzema. Allerdings hat auch Manchester City Interesse an dem 1,86 Meter großen Niederländer.

Der VfB habe Huntelaar einen Vertrag angeboten, der so gut sei, "dass er ihn nicht ablehnen kann", schrieb Marca weiter. Nach Angaben des Sportblattes As wollen die Schwaben das bisherige Gehalt Huntelaars, das auf 3,8 Millionen Euro brutto pro Saison geschätzt wird, weiterzahlen. In den vier Jahren bei Ajax und zuvor einer Saison bei dessen Erstliga-Konkurrenten SC Heerenveen traf der Torjäger bei 107 Einsätzen 94 Mal. In bisher 19 Partien für die Nationalelf der Niederlande war er zehnmal erfolgreich.

Der VfB hat nach dem geplatzten Wechsel des Serben Milan Jovanovic wegen zu hoher Forderungen von Standard Lüttich wieder mehr Geld für Einkäufe zur Verfügung. Der Transfer von Nationalstürmer Mario Gomez zum FC Bayern München brachte brutto etwa 35 Millionen Euro ein. Am Donnerstag soll möglicherweise auch eine Entscheidung im Fall Demba Ba fallen. Der Senegalese von 1899 Hoffenheim wird erneut in einer Klinik in Ludwigshafen wegen einer nicht völlig verheilten Verletzung am Schienbein untersucht. Der VfB hat etwa zwölf Millionen Euro für den Stürmer geboten.

© sueddeutsche.de/dpa/sid/aum
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