French Open:Ihr ganzes Französisch ausgepackt

Lesezeit: 3 min

Andrea Petkovic überrascht mit ihrem Sieg gegen Kristina Mladenovic in der ersten Runde.

Von Gerald Kleffmann, Paris

Da stand Andrea Petkovic, die Augen wach, strahlend, sie redete drauf los. Das an sich war nicht das Bemerkenswerte, nur: Petkovic redete einfach genau so schnell auf Französisch, wie sie es sonst auf Deutsch oder Englisch tut. Rasend schnell, mit zig Wendungen, Gedankensprüngen und kleinen eingebauten ironischen Bemerkungen. Cédric Pioline, der frühere Profi, hatte ihr auf dem Court Suzanne Lenglen, der zweitgrößten Arena bei den French Open, das Mikrofon hingestreckt. Petkovic dankte zunächst mal ihrer Gegnerin, der Französin Kristina Mladenovic, größten Respekt habe sie vor ihr, vor ihrer ganzen Familie, und nachdem sie zwei Minuten ungefähr am Stück gesprochen hatte, holte sie noch mal Luft und rief aus: "Das war mein ganzes Französisch." Natürlich kam das gut an. Es gibt wohl nicht viele Spielerinnen, denen das mäklerische Publikum in Paris es nicht krumm nimmt, wenn sie eine Einheimische besiegen. Petkovic, 2014 hier Halbfinalistin und spätestens seit damals als Liebhaberin franzöischer Literatur bekannt, zählt zu diesen geschätzten ausländischen Wesen.

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