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Frauenfußball:Alushi sagt die WM-Teilnahme ab

PSG könnte sich die Halbfranzösin Sasic gut in seiner Elf vorstellen, schließlich muss sich auch der französische Hauptstadtklub neue Gedanken über seinen Kader machen. Nach dem Abpfiff nämlich wurde PSG ebenso wie die auf der Tribüne sitzende Bundestrainerin Silvia Neid von einer Nachricht von Nationalspielerin Fatmire Alushi überrascht. Sie sei im Finale "nicht bei hundert Prozent gewesen, das hat man auch gesehen", meinte PSG-Trainer Farid Benstiti.

Kurz darauf wussten auch alle, warum: Alushi, die mit Zweitligaprofi Enis Alushi vom FC St. Pauli verheiratet ist, ist im vierten Monat schwanger und hat deshalb nun auch ihre Teilnahme an der anstehenden WM in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) abgesagt. "Natürlich hätte ich auch gerne noch die WM gespielt, aber es gibt Dinge im Leben, die sind einfach wichtiger als Fußball", teilte die 27-Jährige am Freitag in einer DFB-Nachricht mit.

Dem Nationalteam steht ein Umbruch bevor

Zu Beginn der Woche hatte Neid die Mittelfeldspielerin noch für den vorläufigen WM-Kader nominiert, der sich ab kommendem Montag in Feusisberg in der Schweiz auf das Turnier vorbereitet. Mit Alushis Absage beschleunigt sich nun der Erneuerungsprozess beim Europameister noch einmal mehr: Spielführerin und Torhüterin Nadine Angerer, 36, machte Mitte der Woche bekannt, dass sie nach der WM ihre Karriere beenden wird. Der Abschied von Bundestrainerin Neid selbst steht für 2016 bereits fest. Nach der WM in Kanada wird die eine oder andere verdiente Nationalspielerin folgen. Die designierte Neid-Nachfolgerin Steffi Jones muss sich also bereits jetzt nicht nur mit der Auswahl ihres Trainerteams, sondern auch mit dem Neuaufbau der Nationalelf beschäftigen.

Immerhin muss die deutsche Elf bei der WM nicht noch auf eine weitere Erfahrene verzichten: FFC-Mittelfeldspielerin Simone Laudehr, 28, gab nach ihrer verletzungsbedingten Auswechslung gegen Paris Entwarnung. Eine MRT-Untersuchung noch in der Nacht in einem Berliner Krankenhaus ergab eine Außenbandzerrung im Knie. Ihre WM-Teilnahme sei nicht gefährdet, hieß es seitens des DFB.