Sieben Kurven in der Formel 1Mercedes erweist Niki Lauda posthume Ehre

Mitten im silber-türkisen Jubel thront in Suzuka eine rote Kappe. Ferrari-Fahrer Charles Leclerc gefährdet mit einem sich auflösenden Frontflügel seine Kollegen.

Niki Lauda

In dem Pokal von Suzuka, der auf dem obligatorischen Mannschaftsbild von Mercedes ganz vorn steht, steckt eine rote Kappe. Was für ein Symbol! Der Mann mit der Mütze, Niki Lauda, war im Mai für immer gegangen. Aber das Markenzeichen des Österreichers hat in der silbernen Box immer noch einen festen Platz, auch sein Kopfhörer hängt da noch. "Ohne Niki Lauda wäre das nicht möglich gewesen, er war ein massiver Baustein für diesen Erfolg", weiß Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem sechsten Konstrukteurstitel in Folge, dem auch der sechste Sieg in der Fahrerwertung hintereinander folgen wird. Sechs Doubles, das ist Formel-1-Rekord, übertrifft die Bestmarken von Ferrari und Michael Schumacher vom Anfang des Jahrtausends. "Jeder Titelgewinn ist anders", sagt Lewis Hamilton, "und bei diesem hier fehlt Niki. Aber ich bin sicher, er würde heute seine Kappe ziehen." Der Teamaufsichtsrat, der im Alter von 70 Jahren gestorben ist, war die treibende Kraft hinter der Verpflichtung Hamiltons gewesen und der kongeniale Partner von Wolff beim Umbau des Rennstalls.

Bild: Charles Coates/Getty Images 14. Oktober 2019, 09:482019-10-14 09:48:55 © SZ.de/jki