Toto Wolff

Hat eine schwere Woche hinter sich. Niki Laudas Tod hat ihn zwar nicht überraschend getroffen, dafür aber mit ungeahnter Härte. Er fühle sich "wie ein Zombi", hat Wolff in Monte Carlo erzählt, ihm seien in den vergangenen 48 Stunden beim Anblick der Lauda-Gedächtnisbildergalerie, die im Motorhome von Mercedes in dieser Woche in Endlosschleife lief, jede halbe Stunde die Tränen gekommen. Lauda war Wolffs Geschäftspartner, Wolff hält 30 Prozent der Anteile am Rennstall, Lauda zehn. Wolff ist Teamchef bei Mercedes, Lauda war Aufsichtsratsvorsitzender. Und Wolff war derjenige in Laudas Leben, den dieser als "Halbfreund" bezeichnete. Vor zwei Jahren habe er neben Lauda im Flugzeug gesessen, auf der Rückreise aus Suzuka. "Als wir in der Luft sind, sehe ich, dass er eine Träne in seinem Auge hat. Ich sagte ihm: 'Niki, jetzt wirst du auch noch emotional auf die alten Tage. Es geht wirklich bergab'. Er sagte dann: 'Du weißt, ich habe ja keine Freunde. Aber wenn es sowas wie einen Halbfreund gibt, dann bist du ein Halbfreund'." Es sei nun keine leichte Situation, zum Rennfahren überzugehen, sagte Wolff. "Ganz besonders in Monaco mit der großen Medienpräsenz und vor Ihnen allen zu stehen, die Emotionen im Griff zu haben und über einen Freund zu reden."

Bild: REUTERS 27. Mai 2019, 12:432019-05-27 12:43:34 © SZ.de/chge