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FC Bayern:Rummenigge schließt Havertz-Transfer in diesem Sommer aus

Bayer 04 Leverkusen - 1. FSV Mainz 05

Wird er Leverkusen in diesem Sommer noch verlassen? Kai Havertz.

(Foto: dpa)

"Das wird uns finanziell in diesem Jahr nicht möglich sein", sagt der Bayern-Boss. Bei der ersten Runde der Coronatests in der Baseball-Liga MLB werden 38 Personen positiv getestet.

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FC Bayern, Havertz: Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München schließt eine Verpflichtung von Bayer Leverkusens Talent Kai Havertz zumindest für diesen Sommer aus. "Ich sage es ganz klar: Das wird uns finanziell in diesem Jahr nicht möglich sein", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge im Sport1-Interview vor dem DFB-Pokalfinale gegen die Werkself am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky).

Zuvor hatte bereits Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß einen sofortigen Kauf des europaweit begehrten Nationalspielers für wenig realistisch erklärt. Rummenigge erläuterte: "Ganz Fußball-Europa und auch der FC Bayern stehen aktuell vor großen finanziellen Herausforderungen, so lange nicht wieder vor Zuschauern gespielt werden kann. Sie kennen ja die Größenordnung, die Rudi Völler bei Bayer Leverkusen im Hinterkopf hat." Zudem haben die Bayern bereits Leroy Sane von Manchester City geholt.

Rummenigge wünscht sich im Sinne stärkerer nationaler Konkurrenz, dass Havertz (21) noch ein Jahr in Leverkusen bleibt. Allerdings soll unter anderem der Champions-League-Sieger und englische Meister FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp starkes Interesse zeigen.

Baseball, MLB: Bei der ersten Runde der Coronatests in der Major League Baseball (MLB) sind 31 Spieler und sieben Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Das teilten die nordamerikanische Profiliga und die Spielervereinigung MLBPA am Freitag (Ortszeit) mit. Insgesamt seien 3185 Tests durchgeführt worden, die infizierten Spieler verteilen sich demnach auf 19 der 30 Klubs. Die Tests sind Teil des Prozedere zur Rückkehr in den Spielbetrieb. Am Freitag durften die Teams erstmals wieder ins Training einsteigen. Der Saisonstart ist für den 23. Juli vorgesehen, in der regulären Saison sollen 60 statt der ursprünglichen 162 Spiele absolviert werden.

Leichtathletik, Dopingsperre: Für den früheren Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang hat sich der Olympia-Traum durch eine vierjährige Dopingsperre voraussichtlich für immer erledigt. Die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics sperrte den 38 Jahre alten Kenianer rückwirkend vom 10. Januar 2020 an, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Kipsang habe gegen Meldeauflagen ("Whereabouts") verstoßen, außerdem werden ihm "Manipulationen durch falsche Beweise und Zeugenaussagen" vorgeworfen. Kipsang hatte bei den Olympischen Spielen 2012 in London Bronze gewonnen und war ein Jahr später beim Berlin-Marathon 2013 zum Weltrekord gerannt (2:03:23 Stunden). Bereits Mitte Januar dieses Jahres war der Läufer provisorisch gesperrt worden.

Hoffenheim, Hopp: Mäzen Dietmar Hopp hat sich gegen den Begriff "Kommerz-Verein" gewehrt, als desen Sinnbild die TSG 1899 Hoffenheim bei vielen Ultra-Gruppierungen gilt. "Wir bei der TSG sind ein Klub, der nicht Kommerz-Verein genannt werden darf. Schauen wir mal auf Borussia Dortmund, das ist inzwischen Kommerz pur", sagte der 80-Jährige in einem Interview Sport1: "Oder richten wir den Blick nach Berlin, da sind viele Millionen im Umlauf. Ich freue mich für die Entwicklung bei der Hertha, aber ich kann nicht verstehen, dass ich auch von deren Fans attackiert werde."

Vor der Corona-Krise war Hopp Ende Februar im Heimspiel der TSG gegen den FC Bayern von den Ultra-Fans der Münchner mit Spruchbändern und einem Fadenkreuz-Transparent angefeindet worden. Weitere Aktionen gegen ihn gab es auch danach in mehreren Bundesliga-Stadien: "Es sind immer nur einige wenige Personen, die mich beleidigen, das ist vergleichsweise nicht so wichtig. Wichtiger wäre, dass die Normalität im Fußball endlich wieder zurückkehrt." Er geht nicht davon aus, dass sich durch das derzeitige Fehlen der Zuschauer in den Stadien die Situation um seine Person beruhigt hat. "Ich glaube nicht, dass über die Ereignisse mit dem Fan-Hass genug Gras gewachsen ist, das ist in zwölf Jahren nicht passiert und wird in den nächsten Jahren leider auch nicht so sein."

© SZ.de/dpa/sid/ebc

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