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FC Bayern:Rummenigge: "Schalke hätte Meister werden können"

Und zwar dank vieler Talente, die jetzt feste Größen beim FC Bayern sind, findet der Münchner Boss. Franck Ribery soll einen prominenten neuen Trainer bekommen.

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FC Bayern, Schalke 04: Karl-Heinz Rummenigge bedauert die Entwicklung bei S04 und sieht den Verlust von zahlreichen in der Knappenschmiede ausgebildeten Talenten als mögliche Ursache für die derzeitige sportliche Talfahrt an. "Der FC Schalke hätte in der Zwischenzeit wahrscheinlich deutscher Meister werden können, wenn sie diese und viele weitere Spieler, die sie in ihrer Nachwuchsabteilung erstklassig ausgebildet haben, hätten halten können", sagte Rummenigge im Sport1-Interview. Er lobte die Ausbildungsarbeit der Königsblauen in den höchsten Tönen: "Der Fundus ihrer Nachwuchsarbeit ist einer der besten in ganz Deutschland. Fakt ist: Sie haben immer wieder sehr hoffnungsvolle Spieler verkauft, wie etwa Leroy Sane 2016 zu Manchester City, um ihren Finanzbedarf zu decken."

Außerdem verließen hochveranlagte Spieler wie Manuel Neuer, Leon Goretzka, Thilo Kehrer und Alexander Nübel die Schalker. Neuer, Goretzka, Sane und Nübel stehen in der kommenden Saison bei den Bayern unter Vertrag, es mutet also auch ein wenig zynisch an, was Rummenigge sagt. Die Bayern haben Schalke schließlich mehrfach Personal direkt weggekauft. "Natürlich drücke ich Schalke 04 nun beide Daumen, dass sie mit einem neuen Konzept, neuem Spirit und der nötigen Geduld zurück zu alter Stärke finden", betonte Rummenigge, "Schalke ist einer der traditionsreichsten Vereine in Deutschland und ein wichtiger Klub für die Bundesliga."

FC Bayern, Havertz: Bayern schließt eine Verpflichtung von Bayer Leverkusens Talent Kai Havertz zumindest für diesen Sommer aus. "Ich sage es ganz klar: Das wird uns finanziell in diesem Jahr nicht möglich sein", sagte der Karl-Heinz Rummenigge im Sport1-Interview vor dem DFB-Pokalfinale gegen die Werkself am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky).

Zuvor hatte bereits Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß einen sofortigen Kauf des europaweit begehrten Nationalspielers für wenig realistisch erklärt. Rummenigge erläuterte: "Ganz Fußball-Europa und auch der FC Bayern stehen aktuell vor großen finanziellen Herausforderungen, so lange nicht wieder vor Zuschauern gespielt werden kann. Sie kennen ja die Größenordnung, die Rudi Völler bei Bayer Leverkusen im Hinterkopf hat." Zudem haben die Bayern bereits Leroy Sane von Manchester City geholt.

Rummenigge wünscht sich im Sinne stärkerer nationaler Konkurrenz, dass Havertz (21) noch ein Jahr in Leverkusen bleibt. Allerdings soll unter anderem der Champions-League-Sieger und englische Meister FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp starkes Interesse zeigen.

Fußball, Italien: Die AC Florenz, Klub des Ex-Münchners Franck Ribery (37), hat offenbar Kontakt zur ehemaligen AS-Rom-Ikone Daniele De Rossi (36) aufgenommen. Der Fußball-Weltmeister von 2006 in Deutschland soll bei der Fiorentina seine Trainerkarriere beginnen und ab der nächsten Saison Coach Beppe Iachini ablösen. Dieser hatte die Erwartungen von Klubeigentümer Rocco Commisso nicht erfüllt, dies berichtete die Gazzetta dello Sport am Sonntag. De Rossi, der ehemalige Kapitän der Roma, hatte nach einem Intermezzo bei Boca Junior in Buenos Aires im vergangenen Januar seine Spielerkarriere beendet.

Fußball, Italien: Der "ewige" Gianluigi Buffon von Juventus Turin hat die nächste historische Bestmarke als Fußballprofi geknackt. Der 42 Jahre alte italienische Torwart-Altmeister stand am Samstag beim 4:1 (2:1)-Sieg im Stadtderby gegen den FC Turin zum 648. Mal in der Serie A auf dem Platz und löst den bisherigen Rekordspieler des AC Mailand Paolo Maldini (52) ab. Paolo Dybala (3.) und Juan Cuadrado (29.) brachten Juve mit 2:0 in Führung, doch kurz vor der Pause ließ Torino-Stürmer Andrea Belotti Altmeister Buffon vom Punkt keine Chance und verkürzte (45./Handelfmeter). Das 25. Saisontor von Superstar Cristiano Ronaldo (61.) und ein Eigentor von Koffi Djidji (87.) sorgten für klare Verhältnisse. Mit dem vierten Sieg im vierten Ligaspiel nach der Corona-Zwangspause ist Juve eindeutig auf Titelkurs, denn Verfolger Lazio Rom hat nach einem 0:3 (0:2) gegen den AC Mailand sieben Punkte Rückstand.

© SZ.de/dpa/sid/jbe

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