Tischtennis Boll wird zum ältesten Weltranglistenersten

Timo Boll ist nach seinem Erfolg bei den Europe Top 16 zum vierten Mal in seiner Karriere Weltranglistenerster.

(Foto: dpa)

Timo Boll löst Dimitrij Ovtcharov auf Platz eins der Weltrangliste ab. Kingsley Coman ist doch schwerer verletzt als zunächst vermutet.

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Tischtennis: Timo Boll ist zum vierten Mal die Nummer eins der Tischtennis-Weltrangliste. Nach seinem sechsten Triumph beim Europe Top 16 in Montreux Anfang Februar kletterte der Düsseldorfer von Rang drei auf eins und ist damit der älteste Weltranglistenerste der Geschichte. Der Weltverband ITTF veröffentlichte am Dienstag sein neues Ranking. Mit der Thonbesteigerung von Boll erfolgte die erste deutsche Wachablösung an der Spitze der Weltrangliste. Dimitrij Ovtcharov, der im Dezember Chinas Olympiasieger und Weltmeister Ma Long von Platz eins verdrängt hatte, wird im neuen Ranking an Position drei geführt.

"Als Dimitrij Ovtcharov vor wenigen Tagen zu mir kam und meinte, ich sei im März wieder die Nummer eins der Weltrangliste, glaubte ich zunächst an einen Scherz", sagte Boll, der "eine gewisse Freude nicht verhehlen" wollte: "Es ist die Bestätigung für meine harte Arbeit der letzten Monate. Es ist auch eine Bestätigung für meine Konstanz. "Boll, der am 8. März seinen 37. Geburtstag feiert, löst die schwedische Legende Jan-Ove Waldner als älteste Nummer eins ab. Der Olympiasieger von 1992 hatte im Oktober 1997 im Alter von 31 Jahren die Spitzenposition im Ranking übernommen. Erstmals war Boll im Januar 2003 die Nummer eins geworden und hatte die Spitzenposition im Sommer des gleichen Jahres nochmals für zwei Monate eingenommen. Im März 2011 hatte er sich nochmals an die Spitze des Rankings gesetzt.

FC Bayern, Coman: Bayern München muss mehrere Wochen auf seinen französischen Nationalspieler Kingsley Coman verzichten. Der Außenstürmer hat sich am vergangenen Samstag beim 0:0 gegen Hertha BSC einen "Riss des Syndesmosebandes oberhalb des linken Sprunggelenks" zugezogen und wurde am Montag in Tübingen von Professor Dr. Ulrich Stöckle erfolgreich operiert. Dies teilten die Bayern am Montagabend mit.

Zunächst waren die Bayern lediglich von einer Kapselverletzung am Sprunggelenk ausgegangen. Eine Nachuntersuchung hatte danach aber zu einem anderen Ergebnis geführt, so der Bundesliga-Tabellenführer. Coman war gegen Berlin erst in der 68. Minute für seinen Landsmann Franck Ribery ins Spiel gekommen und verletzte sich wenige Minuten später bei einem Zweikampf. Da die Bayern bereits dreimal gewechselt hatten, biss der 21-Jährige bis zum Schlusspfiff auf die Zähne und hielt durch.

Fußball, Frankreich: Paris St. Germain muss die Aufholjagd im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid wohl ohne Neymar angehen. Laut eingehenderen Untersuchungen hat sich der 26-Jährige beim Ligaspiel am Sonntag gegen Olympique Marseille (3:0) eine Verstauchung im rechten Fußgelenk sowie einen Haarriss im äußeren Mittelfußknochen zugezogen.Dies gab PSG am Montagabend bekannt, ohne sich jedoch auf eine Länge der verletzungsbedingten Zwangspause festzulegen. Am kommenden Dienstag müssen die Franzosen in der Königsklasse gegen den Titelverteidiger aus Spanien ein 1:3 aus dem Hinspiel wettmachen. Fraglich ist auch der Einsatz von Innenverteidiger Marquinhos, der gegen Marseille eine leichte Muskelverletzung im linken Oberschenkel erlitt.Damit ist auch das Mitwirken der beiden Brasilianer im Klassiker gegen Weltmeister Deutschland am 27. März in Berlin gefährdet. Selecao-Trainer Tite will den Kader für die Revanche der 1:7-Schlappe im WM-Halbfinale von 2014 am Freitag bekannt geben.

Olympia, Rückkehr: Die deutschen Olympioniken haben wieder heimischen Boden unter den Füßen. Um 16.41 Uhr setzte die Lufthansa-Maschine LH 713 am Montag am Flughafen Frankfurt/Main auf. Mit rund 85 der insgesamt 154 deutschen Athleten an Bord war der Flieger nach dem Ende der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang am frühen Montagmorgen deutscher Zeit in Südkoreas Hauptstadt Seoul gestartet. Unter den Passagieren, die nach der Landung zu einer großen Willkommensfeier im Flughafen erwartet wurden, befanden sich unter anderem das Eiskunstlauf-Traumpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot (Gold im Paarlauf), Kombinations-Ass Eric Frenzel (zweimal Gold und einmal Bronze) und einige Eishockey-Silbermedaillengewinner um Kapitän Marcel Goc.

"Es ist schon speziell. So einen Aufmarsch haben wir nicht alle Tage. Das genießen wir", sagte Goc in der ARD. Nachdem die Eishockey-Nationalmannschaft am Sonntag zwar das Finale gegen die Olympischen Athleten aus Russland mit 3:4 nach Verlängerung verloren hatte, war lange im Deutschen Haus gefeiert worden. Entsprechend müde waren alle Beteiligten auf dem 10:45 Stunden langen Flug. "Die erste Hälfte haben wir, glaube ich, alle verpasst", sagte Goc. Am Sonntag waren die Winterspiele mit dem hervorragenden Ergebnis von 14 Goldmedaillen, zehnmal Silber und siebenmal Bronze für Deutschland zu Ende gegangen. Im Medaillenspiegel belegte das deutsche Team Rang zwei hinter Norwegen.

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