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Entschluss der Fifa-Arbeitsgruppe:Fußball-WM in Katar soll im Winter stattfinden

Qatar 2022 Soccer World Cup

Hier soll 2022 Fußball gespielt werden: Eine Computersimulation eines Stadions in Katar.

(Foto: dpa)
  • Eine Arbeitsgruppe der Fifa beschließt, dass die Fußball-WM in Katar in den Winter verlegt werden soll. Wahrscheinlicher Termin ist nun November/Dezember 2022.
  • Europa ist davon nicht begeistert, da die Ligen nun Probleme mit dem Terminkalender bekommen.

Weltmeister soll kurz vor Weihnachten gekürt werden

Die umstrittene Fußball-WM 2022 soll im Winter stattfinden. "Es gibt eine Lösung - November/Dezember", sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke. Der Weltmeister wird demnach kurz vor Weihnachten gekürt. Das Turnier soll zudem um wenige Tage verkürzt werden.

Zu diesem Entschluss kam am Dienstag in Doha eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Weltverbandes Fifa, der Kontinentalverbände, der finanzstärksten Ligen und der Vereine. Die finale Entscheidung fällt das Fifa-Exekutivkomitee am 19./20. März. Es gilt jedoch als sicher, dass dort dem Terminvorschlag zugestimmt wird.

In einer Mitteilung des Weltverbandes hieß es, nach einem sechsmonatigen Konsultationsprozess sei der Termin im November/Dezember der "brauchbarste" gewesen. Aufgrund der großen Hitze in Katar zur traditionellen WM-Zeit in den Sommermonaten Juni und Juli hatte die Fifa nach einem konsensfähigen Termin gesucht.

"Der genaue Zeitpunkt der Austragung muss noch final diskutiert werden"

Zudem habe der "Vorschlag die Unterstützung aller sechs Kontinentalverbände". Der Vorschlag der Terminfindungskommission beinhaltet zudem die Möglichkeit "einer Verkürzung des Zeitplans. Der genaue Zeitpunkt der Austragung muss allerdings noch final diskutiert werden."

Zuletzt waren auch noch der Januar/Februar 2022 im Gespräch, allerdings würde dieser Termin mit den Olympischen Winterspielen kollidieren. Diese sollen vom 4. bis 20. Februar 2022 im kasachischen Almaty oder in Peking stattfinden.

Widerstand kommt aus Europa

Widerstand gegen eine Austragung im Winter kam vor allem aus Europa - die Top-Ligen befürchten einen enormen Einfluss auf den Terminkalender der Klubwettbewerbe. Dort wurde zuletzt eine Vorverlegung lediglich um einige Wochen ins Frühjahr favorisiert.

© SZ.de/sid/dpa
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