bedeckt München 27°

England:Rooney: "Ich glaube, es ist Zeit zu gehen"

Er tritt zurück: Englands Rekordtorschütze Wayne Rooney.

(Foto: AP)

Englands Rekordtorschütze tritt mit sofortiger Wirkung aus der Nationalmannschaft zurück. Lucien Favre verpasst mit Nizza die Champions League.

Fußball, England: Englands Fußball-Idol Wayne Rooney beendet nach 14 Jahren mit sofortiger Wirkung seine Nationalmannschaftskarriere. "Es war großartig, dass Trainer Gareth Southgate mich diese Woche angerufen hat und mich für die kommenden Länderspiele berufen wollte. Aber ich habe ihm nach reiflicher Überlegung gesagt, dass ich entschieden habe, meine internationale Karriere zu beenden", teilte der 31-Jährige vom Premier-League-Klub FC Everton am Mittwoch mit.Rooney hat in 119 Länderspielen insgesamt 53 Tore erzielt und ist damit Englands Rekordschütze. Sein letzter Einsatz war am 11. November 2016 beim 3:0 gegen Schottland in der WM-Qualifikation. "Es war immer eine Ehre, für England zu spielen", sagte Rooney, "aber ich glaube, es ist Zeit zu gehen."

An Rooneys Form kann es nicht liegen: Erst am Montagabend war der langjährige Stürmer von Manchester United beim 1:1 bei Manchester City zum zweiten Mann mit 200 oder mehr Premier-League-Toren aufgestiegen. Vor ihm liegt nur Alan Shearer (260). Everton, wohin Rooney im Sommer nach 13 Jahren zurückgekehrt war, hat in den ersten beiden Saisonspielen zweimal getroffen - beide Tore erzielte der Routinier.

Rooney hatte sein Länderspieldebüt am 12. Februar 2003 gegen Australien (1:3) gegeben. Mit 17 Jahren und 111 Tagen wurde er zum jüngsten englischen Nationalspieler, sieben Monate später war er beim EM-Qualifikationsspiel in Mazedonien (2:1) auch der jüngste Torschütze.Ein Titel mit den Three Lions ist Wayne Rooney allerdings verwehrt geblieben. "Das ist das einzige, was ich bereue", sagte der beste Torschütze in der Geschichte Manchester Uniteds: "Dass ich nie Teil einer siegreichen englischen Mannschaft bei einem großen Turnier war."

Champions League, Quali: Der frühere Bundesliga-Trainer Lucien Favre hat mit OGC Nizza den erstmaligen Einzug in die Gruppenphase der Champions League verpasst. Der viermalige französische Meister verlor das Play-off-Rückspiel gegen den SSC Neapel 0:2 (0:0), nachdem er bereits im Hinspiel eine Woche zuvor ebenfalls mit 0:2 den Kürzeren gezogen hatte. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Marko Marin schoss dagegen Olympiakos Piräus in die lukrative Vorrunde der Königsklasse. Der griechische Rekordmeister gewann dank des Siegtreffers des früheren Bundesligaprofis beim kroatischen Champion HNK Rijeka 1:0 (1:0), nachdem er bereits das Hinspiel 2:1 gesiegt hatte.

Auch Marins früherer Klub FC Sevilla, der slowenische Rekordchampion NK Maribor und Celtic Glasgow konnten ihren Traum realisieren. Dem dreimaligen Europa-League-Gewinner Sevilla reichte gegen den türkischen Vizemeister Istanbul Basaksehir ein 2:2 (0:1). Das Hinspiel hatten die Andalusier 2:1 gewonnen. Maribor gewann gegen den viermaligen israelischen Meister Hapoel Be'er Sheva 1:0 (1:0).Der schottische Serienmeister Celtic konnte sich nach dem 5:0-Erfolg im Hinspiel bei FK Astana in Kasachstan eine 3:4 (1:1)-Niederlage erlauben. Die Schotten gingen nach 41. Pflichtspielen in Serie ohne Niederlage erstmals seit November 2016 (0:2 gegen Barcelona) wieder als Verlierer vom Platz gingen.

Basketball, NBA: Spektakulärer Spielertausch in der NBA: Der viermalige Allstar Kyrie Irving wechselt innerhalb der nordamerikanischen Basketball-Profiliga von Vizemeister Cleveland Cavaliers zu den Boston Celtics, dafür geht Isaiah Thomas den umgekehrten Weg. Damit tauschen die beiden besten Teams der Eastern Conference der vergangenen Saison ihre Top-Point-Guards. Die Celtics und Cavaliers bestätigten den Trade. "Kyrie ist einer der besten Werfer in der NBA. Das hat er auf der größten Bühne, den NBA-Finals, in den letzten drei Jahren bewiesen", sagte Celtics-Präsident Danny Ainge. Für Irving, der mit Cleveland 2016 den Titel gewann, ist es nach sechs Jahren in der NBA der erste Wechsel.

Irving kam in der vergangenen Spielzeit auf einen Schnitt von 25,2 Punkten pro Spiel, Thomas hatte in seinen drei Celtics-Jahren einen Schnitt von 24,7 Punkten. Für den 25 Jahre alten Point Guard bekommen die Cavaliers aus Boston neben Isaiah Thomas auch noch Jae Crowder, Ante Zizic und die Rechte an einem Erstrundenpick 2018.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/ebc
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB