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KFC Uerdingen:Ganz akut muss Effenberg die Trainerfrage klären

Der KFC, den es mittelfristig in die zweite Liga zieht, steht in der dritten Liga mit 13 Punkten aus elf Spielen einen Platz vor der Abstiegszone. "Jetzt ist erst mal wichtig, in Ruhe zu arbeiten", sagt Effenberg, der vor dreieinhalb Jahren in Paderborn entlassen wurde mit dem präsidialen Hinweis, "diese Hollywood-Welt passt einfach nicht nach Paderborn". Vielleicht deshalb predigt Effenberg nun "Demut" und verkneift sich, sportliche Ziele auszugeben. "Dinge gehen nicht von heute auf morgen." Effenberg bringt viel Verständnis für seine Verpflichtung auf: "Es ist nie verkehrt, sich große Kompetenz dazuzuholen."

Ganz akut muss Effenberg erst mal die Trainerfrage klären. Der bisherige Assistent Stefan Reisinger amtiert momentan übergangsweise als Chefcoach, besitzt aber nur die Trainer-A-Lizenz und darf damit in der dritten Liga langfristig kein Trainer sein. Er spielt in Ponomarews Planungen trotzdem eine relevante Rolle. Man muss Reisinger folglich einen Mann mit Fußballlehrerlizenz an die Seite stellen, aber er selbst werde das nicht sein, sagt Effenberg deutlich. Man arbeite kreativ an einem zulässigen Konstrukt.

Ein Ausstieg von Ponomarew ist angeblich kein Thema

"Der KFC Uerdingen ist kein Chaosklub", das war Effenberg noch wichtig zu vermelden, und: "Ich sehe großes Potenzial, sonst würde ich es gar nicht machen." Der Aufstieg in die zweite Liga und die Renovierung des maroden Grotenburg-Stadions in Krefeld gelten als größte Projekte jenes Klubs, der seine Heimspiele zurzeit in der Arena von Fortuna Düsseldorf austrägt.

Und Ponomarew? Der will die Zukunft in Uerdingen aktiv mitgestalten, ein Ausstieg sei gar kein Thema. Ganz anders äußert er sich über seinen 46-prozentigen Anteil am Eishockey-Erstligisten Krefeld Pinguine, wo man ihm vorwirft, finanzielle Zusagen in der Größenordnung einer sechsstelligen Summe nicht eingehalten zu haben. Ponomarew plant seinen Ausstieg aus dem Eishockey. Er sagte: "Ich will meine Anteile wieder verkaufen." Und er sei guter Dinge, fügte er hinzu, dass es in der Sache noch in dieser Woche Fortschritte geben werde.

© SZ vom 11.10.2019/tbr
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