Dunkle Stunden bei Olympia – Atlanta 1996 - Eine Bombe explodiert

Atlanta 1996 - Eine Bombe explodiert

Einer der dunkelsten Momente der Spiele ereignete sich am 27. Juni 1996 in Atlanta. Die Wettkämpfte hatten gerade begonnen, als eine mit Nägeln gefüllte Bombe im Centennial Olympic Park explodierte und eine 44-jährige Frau tötete. 111 weitere Personen wurden verletzt. Wer die Bombe gezündet hatte, war lange unklar. Zunächst wurde ein Wachmann verdächtigt, der die Evakuierung des Olympischen Dorfs eingeleitet hatte. Er habe sich nur einen Namen machen und als Held dastehen wollen, hieß es.

Erst Jahre später war der wahre Täter geständig: Eric Robert Rudolph, der noch drei weitere Anschläge verübt hatte - darunter auf zwei Abtreibungskliniken in den USA. Er gehörte bis zu seiner Festnahme im Mai 2003 zu den zehn meistgesuchten Menschen des FBI. Nach den Bombenanschlägen hatte er sich mehr als fünf Jahre lang in einsamen Bergwäldern von North Carolina versteckt, ehe er zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Als Gründe für seine Taten galten christlicher Fundamentalismus, Antisemitismus und ausgeprägter Hass auf Homosexuelle.

Bild: AFP 27. Juli 2012, 15:172012-07-27 15:17:13 © Süddeutsche.de/sonn/lala