Dortmund scheitert in der Champions League:Europa ohne Borussia

Lesezeit: 3 min

Dortmund ist gescheitert: Nach einer 2:0-Führung verliert die Borussia noch 2:3 gegen Olympique Marseille und darf nicht einmal in der Europa League weiterspielen. Kapitän Kehl verletzt sich schwer am Kopf - gibt jedoch Entwarnung.

Borussia Dortmund ist gescheitert. Der Deutsche Meister hat die Vorrunden-Gruppe F der Champions League als Vierter und Letzter abgeschlossen. Noch nicht einmal in der Europa League darf die Mannschaft von Jürgen Klopp weiterspielen.

"Es ist bitter, wie wenig für Olympique heute gereicht hat", sagte der Dortmunder Trainer. Im sechsten Gruppenspiel unterlag seine Elf Olympique Marseille nach einer 2:0-Führung noch 2:3 (Halbzeit 2:1); mehr als einen unbedeutenden statistischen Wert hatte das aber nicht mehr. Um international im Spiel zu bleiben, wäre ein hoher Sieg nötig gewesen.

Das Spiel in Marseille hatte Olympique 3:0 gewonnen. Entsprechend selbstbewusst hatten sich die Franzosen bei der Ankunft im Ruhrgebiet gegeben. "Wir wissen, dass Dortmund wirklich viele Tore schießen muss. Also werden sie viel riskieren", dozierte Kapitän und Torwart Steve Mandanda, 26, vor dem Anpfiff: "Wir dürfen einfach kein frühes Tor fangen, dann spielt die Zeit für uns. Sie müssen aufmachen - und wir können kontern." So weit die Theorie.

Die Praxis sah dann ein wenig anders aus. 23 Minuten waren vorüber, als Dortmund einen Einwurf auf Höhe des Strafraums von Marseille erhielt. Lukasz Piszczek schleuderte den Ball ins Spiel, Sebastian Kehl verlängerte mit dem Kopf, Robert Lewandowski ließ die Kugel auf dem saftgrünen Boden auf- setzen, und Jakub Blaszczykowski drückte sie aus sieben Metern zum 1:0 in die Maschen. Mandana und die anderen Männer aus Marseille - sie standen recht unbeteiligt in der Nähe.

Der Treffer ließ die Dortmunder Fans hoffen. Olympique-Trainer Didier Deschamps hatte sich zuvor demonstrativ unbeeindruckt gezeigt von der Aussicht, es mit recht vielen stimmgewaltigen Anhängern des Gegners zu tun zu bekommen. "Dortmund? Kenne ich. Schön da", hatte er auf die Frage geantwortet, welche Atmosphäre er in dem ausverkauften Stadion erwarte. Nach ziemlich genau einer halben Stunde wurde es dort dann erst außergewöhnlich ruhig - und kurz darauf sehr laut.

Als Borussen-Kapitän Sebastian Kehl im Strafraum seinen Kopf einer Flanke entgegenreckte, machte er eine äußerst schmerzhafte Begegnung: Mit Karacho kam ihm der linke Fuß von Stephane Mbia entgegen. Der Abwehrspieler hatte sich in der Sportart geirrt. Ein Tritt in dieser Höhe - das erinnerte an Kickboxen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB