DFB-Pokal-Finale gegen Stuttgart:FC Bayern gibt Dante und Gustavo frei

Lesezeit: 1 min

Bayern Muenchen - UEFA Champions League Finalist Media Day

Fehlen dem FC Bayern im Pokalfinale: Luiz Gustavo und Dante (rechts).

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Pokalfinale ohne Brasilianer: Auf der Jagd nach dem Triple muss der FC Bayern gegen Stuttgart ohne Abwehrchef Dante und Luiz Gustavo auskommen. Der Klub lässt beide in ihre Heimat fliegen, wo sie am Confed-Cup teilnehmen. Dem brasilianischen Verband wirft Vorstandsboss Rummenigge "Psychoterror" vor.

Der FC Bayern verzichtet auf Druck des brasilianischen Fußballverbandes im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart am Samstag auf Abwehrchef Dante und Mittelfeldspieler Luiz Gustavo. Der Champions-League-Sieger reagierte damit auf die Forderung der Südamerikaner, die beiden Profis für die Vorbereitung auf den Confederations Cup der brasilianischen Nationalmannschaft spätestens am 1. Juni abzustellen.

"Wir werden die beiden Spieler freigeben", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag in München. Die beiden Brasilianer sollten sich bereits am Donnerstagabend über Frankfurt mit dem Flieger auf nach Rio de Janeiro machen, so Rummenigge. Bis spätestens Samstag um 16 Uhr (21 MESZ) hätten Dante und Luiz Gustavo in Brasilien sein müssen sein, das schreiben die Regularien des Weltverbandes vor.

Laut Fifa-Reglement müssen Nationalspieler 14 Tage vor dem ersten Spiel eines internationalen Turniers ihrem Team zur Verfügung stehen. Letztlich habe der Planungsfehler für die Ansetzung des Pokalfinales beim Deutschen Fußball-Bund gelegen, so Rummenigge.

Brasiliens Sportdirektor Carlos Alberto Parreira hatte zuvor damit gedroht, die beiden Profis nicht für die WM 2014 zu berücksichtigen, wenn sie nicht rechtzeitig anreisten. Abseits der Fifa-Regularien habe man sich mit dem Verband nicht einigen können, so Rummenigge. Er sprach von einem "Psycho-Terror", der vonseiten der Brasilianer auf die Spieler ausgeübt worden sei.

Das Verhalten der Südamerikaner sei "skrupellos" und unfair" gewesen. "Wenn das Nichterscheinen als Konsequenz das Aus der Nationalmannschaftskarriere gewesen wäre, dann wären wir unmenschlich gewesen", sagte der Bayern-Boss.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB