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Handball:Deutsches WM-Spiel gegen Kap Verde vor Absage

Deutschland - Uruguay

Bundestrainer Alfred Gislason weiß noch nicht, gegen wen seine Mannschaft als nächstes spielt.

(Foto: dpa)

Dem nächsten Gegner des DHB-Teams gehen wegen erneuter Corona-Fälle die verfügbaren Spieler aus. Vor den Australian Open müssen 47 Tennisprofis in strikte Quarantäne.

Corona-Meldungen im Überblick

Handball, WM: Das zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde droht aufgrund von zwei weiteren Corona-Fällen im Team der Afrikaner auszufallen. Wie der Weltverband IHF einen Tag vor der Partie am Sonntag (18 Uhr/ARD) mitteilte, wurden erneut zwei Spieler von Kap Verde positiv getestet. Die beiden Akteure wurden umgehend isoliert. Da den Afrikanern dadurch nicht mehr die laut IHF-Regularien mindestens benötigten zehn Spieler zur Verfügung stehen, steht die Partie gegen die DHB-Auswahl vor der Absage. In diesem Fall würde das Spiel mit 10:0 für die deutsche Mannschaft gewertet.

Allerdings könnten die Afrikaner, denen aktuell nur noch neun negativ getestete Spieler zur Verfügung stehen, theoretisch noch weitere Akteure aus ihrem erweiterten WM-Kader nachnominieren und nach Ägypten reisen lassen. "Momentan ist es eine klare Empfehlung an die Mannschaft, dass sie jetzt nicht irgendwelche Versuche machen sollten, die noch fehlenden Personen aus dem erweiterten Kader hierher zu holen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. "Das Spiel gegen uns ist kaum zu verwirklichen."

Obwohl bereits im Vorfeld des Turniers in Ägypten zahlreiche Corona-Fälle in der Mannschaft von Kap Verde aufgetreten waren, hatte das Team am Freitagabend gegen Ungarn (27:34) sein erstes WM-Spiel bestritten.

Tennis, Australian Open: Drei positive Coronatests bei der Anreise zu den Australian Open haben die Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres schwer gestört. Wie die Veranstalter am Samstag mitteilten, befinden sich insgesamt 47 Tennisprofis in strikter Quarantäne und dürfen damit 14 Tage ihr Hotelzimmer nicht verlassen. Ursprünglich war geplant, dass die Sportler während dieser Zeit für maximal fünf Stunden am Tag trainieren dürfen, um sich auf den Start in Melbourne (ab 8. Februar) vorzubereiten.

Die Namen der unter Quarantäne stehenden Spieler nannten die Organisatoren nicht. Daher war zunächst auch offen, ob deutsche Profis zur Gruppe der isolierten Sportler gehören. Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber war am Freitag in Melbourne angekommen. Betroffen waren bei der Anreise nach Angaben der Veranstalter zwei Charterflüge. Auf einem Flug aus den USA wurden zwei Personen bei Ankunft positiv getestet. Bei den Betroffenen handele es sich um ein Mitglied der Besatzung sowie "einen Passagier, der kein Spieler ist". Beide hätten im Vorfeld des Fluges einen negativen Test abgegeben, insgesamt befanden sich 79 Personen, darunter 24 Spieler an Bord.

"Wir kommunizieren mit jedem auf diesem Flug. Insbesondere der Gruppe von Spielern, um ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu berücksichtigen", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Die zweite betroffene Maschine startete aus Abu Dhabi und hatte insgesamt 23 Spieler an Bord, der positive Test soll auch hier keinen Athleten betreffen. Der Aufwand der australischen Organisatoren ist enorm, um das Turnier inmitten der Pandemie über die Bühne zu bringen. Spieler und Begleitpersonen werden derzeit mit insgesamt 18 Chartermaschinen eingeflogen. Über 25 Millionen Euro soll das strenge Bubble-Konzept kosten.

Biathlon, Oberhof: Beim Biathlon-Weltcup in Oberhof gibt es zwei weitere Coronafälle. Wie der Weltverband IBU mitteilte, wurden ein Athlet und ein Betreuer aus Slowenien positiv auf das Virus getestet. Beide Personen wurden isoliert und für zehn Tage in Quarantäne geschickt. Zwei als direkte Kontaktpersonen identifizierte Athleten müssen gemäß der lokalen Bestimmungen sogar für 14 Tage in Quarantäne.

Die drei betroffenen Sportler verpassen somit neben den verbleibenden Wettbewerben am Rennsteig auch die WM-Generalprobe in Antholz ab dem 21. Januar. In Oberhof waren 23 von über 2400 durchgeführten Coronatests positiv, damit gab es bereits fünf Coronafälle mehr als bei den ersten beiden Weltcup-Stationen zusammen.

Handball, WM: Kurz vor der Auftaktpartie von Titelverteidiger Dänemark bei der Handball-WM in Ägypten ist ein dänischer Nationalspieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handelt sich um WM-Debütant Emil Jakobsen, der bereits zuvor einmal mit dem Virus angesteckt gewesen ist. Er werde nun ebenso isoliert wie sein Zimmerkollege Morten Olsen, teilte der dänische Handballverband am Freitagvormittag mit. Das bedeutet, dass Jakobsen am Abend bei der Begegnung gegen Bahrain nicht auflaufen wird. Bei Olsen wird auf einen negativen Test im Laufe des Tages gehofft.

Fußball, Klub-WM: Die Klub-WM muss ohne den Ozeanien-Vertreter Auckland City planen. Der neuseeländische Klub teilte dem Weltverband Fifa am Freitag mit, dass er angesichts der Corona-Pandemie und der von den heimischen Behörden erlassenen Quarantänebestimmungen nicht teilnehmen könne. Ein Ersatz wurde von der Fifa nicht benannt.

Stattdessen wird der Titel beim Turnier in Katar (4. bis 11. Februar) unter nur noch sechs Teams ausgespielt. Auckland hätte am 1. Februar ein Ausscheidungsspiel gegen Al-Duhail SC bestreiten sollen. Der katarische Meister steht nun kampflos in der zweiten Runde. Der FC Bayern, der als Champions-League-Sieger qualifiziert ist, greift erst mit dem Halbfinale (8. Februar) ins Turniergeschehen ein.

Die Auslosung der Paarungen findet am 19. Januar (16 Uhr) in Zürich statt. Neben den Bayern und Al-Duhail stehen die Kontinentalmeister Al-Ahly aus Ägypten, Ulsan Hyundai (Südkorea) und Tigres UANL (Mexiko) als Teilnehmer fest. Dazu kommt der Sieger der südamerikanischen Copa Libertadores, der am 30. Januar im brasilianischen Final-Duell zwischen Santos und Palmeiras ermittelt wird.

© SZ.de/dpa/sid/schm/tbr
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