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Christoph Daum:"What is behind it?", fragt Daum

Die Zusammenarbeit zwischen dem rumänischen Verband, 2016 immerhin EM-Teilnehmer, und Daum, immerhin mal deutscher Meister und fast Bundestrainer, scheint an einem Missverständnis zu leiden. Daum sieht sich als Entwickler einer Mannschaft junger Spieler. Die Rumänen allerdings wären vor allem gerne bei der WM dabei gewesen. Dass ihnen dafür jedoch die Qualität fehlt, war in den vergangenen Tagen offensichtlich, als Rumänien zunächst nur durch ein Tor des Mainzers Alexandru Maxim in der Nachspielzeit Armenien schlug und danach chancenlos in Montenegro verlor. "Für mich ist es ganz normal, wie wir stehen. Die Probleme des rumänischen Fußballs werden sicher noch einige Jahre existieren. Die Talente wachsen hier nicht auf den Bäumen", sagt Daum. Die Fans fordern trotzdem seine Entlassung. Und seine Kritiker setzten nach dem ersten Streit noch einen drauf.

Weil Daum erklärte, dass die Gazeta Sporturilor, die am heftigsten gegen ihn wetterte, nur zum Einwickeln von Fischen tauge, erschien ein Journalist zur Fragerunde in Fischerweste und mit einer Angel, deren Haken er Daum vor der Nase baumeln ließ. "What is behind it?", fragte Daum: "You have to go to comedy, but not to sports!" Woraufhin ihm der Journalist viel Glück als "Fisherman" wünschte.

Wie geht es also weiter mit Christoph Daum? Er ist seit 36 Jahren Trainer, der Job in Rumänien war sein erster bei einer Nationalmannschaft. Auch wenn er sagt, er habe viele tolle Menschen kennengelernt, wird es wohl eher frustrierend gewesen sein. Sturm Graz sucht übrigens gerade keinen Trainer.

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