Fußbälle heißen so, weil sie mit dem Fuß gespielt werden. Richtig ist zudem: Fußbälle dürfen genausogut mit dem Kopf gespielt werden. Richtig ist weiterhin: Fußbälle dürfen nicht mit der Hand gespielt werden. Christian Schulz, 32, ist lang genug Berufsfußballer, um diese Regeln zu kennen, aber am Samstag ist er ein bisschen durcheinander gekommen, beim Spiel zwischen Hannover 96 und dem FC Bayern. Es kam so: Flanke Kingsley Coman, ein Verteidiger fälscht ab, Schulz will den Ball ins Aus köpfeln; er setzt zum Flugkopfball an, rettet allerdings nicht mit dem Kopf (erlaubt), sondern mit der Hand (nicht erlaubt), wie ein Abwehrmann im Volleyball. Dem FC Bayern hat Schulz damit ein veritables Geschenk beschert, denn seine Tat ereignete sich im eigenen Strafraum. Laut Regeln des Weltfußballverbandes folgt nach so etwas ein Elfmeter, so war es auch am Samstag. Thomas Müller trat an - und traf zum entscheidenden 1:0.

(chge)

Bild: Stuart Franklin/Getty Images 21. Dezember 2015, 12:242015-12-21 12:24:14 © SZ.de/jbe/rus