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Leipzigs Sieg gegen Sankt Petersburg:"Das Ding war richtig geil"

Marcel Sabitzer (rechts) bejubelt seinen wirklich schönen Treffer.

(Foto: AFP)

Dank eines wirklich wunderbaren Treffers von Marcel Sabitzer hat RB Leipzig seine Ergebniskrise gestoppt und kann weiter von der K.o.-Runde der Champions League träumen. Nach vier sieglosen Pflichtspielen drehte das Team von Julian Nagelsmann einen Rückstand gegen den russischen Meister Zenit Sankt Petersburg und gewann am Mittwochabend mit 2:1 (0:1).

Vor 41 058 Zuschauern brachte der Ukrainer Jaroslaw Rakyzkyj die Gäste in der 25. Minute in Führung. Konrad Laimer glich aus (49.), ehe Sabitzer (59.) mit einem sehenswerten Rechtsschuss in den Winkel das 2:1 markierte.

"Das Ding war richtig geil. Das versuche ich immer mal wieder im Training. Davon träumst du, dass der im Spiel dann so reingeht", sagte Sabitzer, bemerkte aber auch: "Wir hätten hintenraus höher gewinnen können." In der Tabelle der Gruppe G zog Leipzig an Sankt Petersburg vorbei.

Als Werner ausgewechselt ist, fallen die Tore

Die erste Überraschung kam schon vor dem Anpfiff: Nagelsmann gab Ademola Lookman im Angriff neben Nationalstürmer Timo Werner den Vorzug. Lookman feierte damit sein Startelfdebüt in dieser Saison. Insgesamt nahm der RB-Coach vier Änderungen im Vergleich zum 1:1 gegen den VfL Wolfsburg vor: So rückten Kevin Kampl, Nordi Mukiele und Emil Forsberg in die Startelf. Nach nur 54 Sekunden lenkte Zenit-Keeper Michail Kerschakow einen Schuss von Laimer aus 22 Metern an die Latte. Das 1:0 verpasste auch Sabitzer (14.) ganz knapp mit einem Volleyschuss aus halbrechter Position nach einer Direktablage von Mukiele.

Dann erwischte es RB eiskalt: Nach einer Kopfballabwehr von Willi Orban direkt ins Zentrum zog Verteidiger Rakyzkyj volley aus 22 Metern ab - Keeper Peter Gulacsi konnte den präzisen Ball nicht halten. Die Sachsen rafften sich schnell wieder auf, Nagelsmann trieb sein Team an, Werner wurde von Sabitzer im Strafraum bedient, drosch den Ball aber weit übers Tor (40.). Insgesamt leisteten sich die Gastgeber vor der Pause zu viele Ungenauigkeiten, die Fehlerquote im Passspiel war zu hoch. Und an der Strafraumgrenze wirkten die Leipziger oft ratlos.

So sah sich Nagelsmann zum Wechseln gezwungen. Für den glücklosen Werner kam nach Wiederanpfiff Matheus Cunha ins Spiel. Sofort brachte er mit einem Fallrückzieher aus Nahdistanz (49.) Torgefahr. Quasi im nächsten Angriff folgte der Ausgleich durch Laimer, der nach einem Doppelpass mit Sabitzer vollendete. Das Traumtor von Sabitzer - aus 15 Metern schlug der Ball im Torwinkel ein - war der Lohn für die beachtliche Steigerung der Gastgeber nach der Pause. Cunha vergab in der Schlussphase zwei weitere hochkarätige Torchancen.

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