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Champions League:Lange sprengt keiner die rheinische Blockade

Doch dann blockierte der vor Eifer sprühende Mahmoud Dahoud im Mittelfeld den schlampig spielenden Sergio Busquets und spurtete mit, als Raffael einen Konter startete und links hinüber spielte; von dort zauberte Dahoud den Ball mit dem Außenrist in die Mitte, wo Thorgan Hazard zum 1:0 einschob. Für den jungen Belgier war es im zehnten Pflichtspiel in dieser Saison der siebte Treffer. Die aus einer einzigen Chance resultierende Pausenführung euphorisierte das Gladbacher Publikum vollends.

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff musste sich dann aber Gladbachs Kreativdirektor Raffael auswechseln lassen. Er hatte sich schon vor der Pause an den Oberschenkel gegriffen und wurde durch Fabian Johnson ersetzt. Das wachsende Bedürfnis der Katalanen nach dem Ausgleich hätte auch Raffael kaum mindern können, aber seine Kollegen machten es gut. Die Dreierkette wuchs zur Fünferreihe heran; Barcelona mangelte es vorerst an der Wucht, die rheinische Blockade zu sprengen.

Gladbach verteidigte zu elft und suchte die Vorentscheidung in Kontern, aber die konnten sie nicht mehr ausspielen. Spitzenteams wie Barca genügen aber oft wenige gute Szenen, wie etwa jene Szene in der 65. Minute, als der fünf Minuten zuvor eingewechselte Türke Arda Turan sich nach Neymars Pass im Strafraum gegen Elvedi durchsetzte und den Ball unter die Latte des Gladbacher Tores jagte. Auch der neue Traum vom Unentschieden währte danach nur neun Minuten, dann konnte Sommer einen 15-Meter-Schuss von Suarez nicht festhalten und musste den Ball Piqué zum 1:2 überlassen. Ein Comeback gelang den Gladbachern zwar nicht mehr, aber zum Abschied gab's dennoch den verdienten Applaus des gut unterhaltenen Publikums.


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